Der KjG-Diözesanvorstand fordert echte Veränderung für Kinder, Jugendliche und Geflüchtete
13.01.2021
News

KjG setzt sich politische Ziele für 2021

Diözesanleitung schreibt Brief an NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet

2020 war ein besonderes Jahr, in dem viele Politiker*innen zwar Forderungen gestellt und Versprechen gemacht haben, letztendlich aber wenig umgesetzt wurde. Um nur einige Beispiele zu nennen: Die Lufthansa und TUI scheinen durch großzügige finanzielle Unterstützung gerettet, die Autoindustrie wurde finanziell gestützt, kleine Wälder wurden verschont und große für den Bau von Autobahnen gerodet. Ohne Ergebnisse wurde über mehr Lohn für Pflegekräfte gesprochen und über die Evakuierung von Menschen aus Moria und anderen Flüchtlingslagern mit vergleichbaren menschenunwürdigen Lebensbedingungen verhandelt.

Im politischen Rückblick auf das Jahr 2020 stellt die KjG-Diözesanleitung fest, dass insbesondere relevante Themen, wie soziale Folgen der Pandemie, für Kinder und Jugendliche kaum Beachtung fanden. Auch das Thema Schulschließung wurde allenfalls mit der Perspektive des wirtschaftlichen Verlustes diskutiert, der dadurch entsteht, dass einige Eltern ihrer täglichen Arbeit nicht nachgehen können.

KjG-Diözesanleiterin Svenja Comino

»Es leben immer noch zu viele Menschen in unmenschlichen Verhältnissen,
in Hunger und Not.«

KjG-Diözesanleiterin Svenja Comino

Keine losen Versprechen mehr

Damit das Resümee in diesem wichtigen Wahljahr 2021 anders ausfällt, möchte die KjG-Diözesanleitung besonders betonen, wie wichtig die Entwicklung nachhaltiger Strategien im Bildungssektor ist. Das Schaffen einer technisch, digitalen Infrastruktur in Schulen darf nicht weiterhin ein loses Versprechen sein.

Ebenso dürfen Kinder und Jugendliche, die auf der Suche nach einer neuen Heimat sind, nicht vergessen werden. Deren Schutz und Obdach darf ihnen nicht durch langwierige politische Abläufe und Debatten verwehrt bleiben, so Diözesanleiterin Svenja Comino: “In unserem Brief an NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet haben wir auf die verheerende Situation in den Flüchtlingslagern hingewiesen, zu politischem Handeln und Flüchtlingsaufnahme aufgefordert. Die Antwort ist alles andere als zufriedenstellend und wir sehen: Es leben immer noch zu viele Menschen in unmenschlichen Verhältnissen, in Hunger und Not.”

Den ersten Schritt geht die KjG-Diözesanleitung Paderborn mit der Gründung einer Arbeitsgruppe, die politische Themen kind- und jugendgerecht aufarbeitet. Kinder sollen dazu befähigt werden, sich eine eigene politische Meinung bilden zu können. Die Arbeitsgruppe koordiniert außerdem die U18-Bundestagswahl für die KjG-Pfarrgemeinschaften im Erzbistum Paderborn.​

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