Angebote der KHG Dortmund sind gerade sehr gefragt
21.04.2021

News

Nahrung für Leib und Seele

Angebote und Hilfen der Katholischen Hochschulgemeinde Dortmund sehr gefragt

Semestereröffnung am 23. April

Kein voller Campus, keine Treffen mit anderen Studierenden, keine Praktika, keine Jobs. Studieren in der Pandemie, das bedeutet für die meisten Studentinnen und Studenten vor allem Selbst- und Online-Studium. Die Auswirkungen dieser Situation zeigen sich auch in der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) in Dortmund, deren Angebote weit mehr als sonst gefragt sind.

Am Freitag, 23. April, feiert die KHG den Semesterstart mit einem Gottesdienst, live (mit Anmeldung) und als Stream im Internet. Unter normalen Bedingungen traf man sich sonst nach dem Gottesdienst zum Essen, Trinken und Feiern. All dies fällt nach wie vor weg. Die TU Dortmund plant zwar, im Rahmen eines Modellprojektes zum Sommersemester mit einer Teststrategie nach und nach wieder zur Präsenzlehre zurückzukehren, bislang jedoch war das Leben auf dem Campus weitgehend im Lockdown.

Soziale Notlagen

Das spürt auch das Team der Katholischen Hochschulgemeinde Dortmund. „Besonders hart traf es die internationalen Studierenden, die nicht zu ihren Familien nach Hause konnten“, berichtet Evelin Mues, Referentin in der KHG. Zur Einsamkeit und den fehlenden Begegnungsmöglichkeiten kam nicht selten auch materielle Not hinzu.

„Viele finanzierten ihr Studium durch Jobs in der Gastronomie, die dann alle wegfielen“, erklärt Studierendenpfarrer Dr. Peter Jochem. Die Nachfrage bei den Beratungsangeboten und Hilfen der KHG für soziale Notlagen hätte sich verdreifacht. „Ich bin daher sehr dankbar, dass das Erzbistum Paderborn die Mittel für unseren Sozialfonds erhöht hat“, sagt Peter Jochem. Gefragt war auch die Ausgabe von Kinderkleidung und Spielsachen. „Gerade Studierende mit Kind, vor allem, wenn sie alleinerziehend sind, geraten unter diesen Bedingungen schnell in eine soziale Notlage“, erläutert Evelin Mues.

Erstmal weiterhin leere Hörsäle
Die Beschränkungen durch die Pandemie belasten viele Studierende, berichten Evelin Mues und Dr. Peter Jochem.
Die Beschränkungen durch die Pandemie belasten viele Studierende, berichten Evelin Mues und Dr. Peter Jochem.

Studierendenpfarrer Peter Jochem beobachtete in den vergangenen Monaten insgesamt einen großen Bedarf an Hilfen für „Leib und Seele“. Die Glaubenskurse der KHG, online und mit begrenzter Teilnehmerzahl auch präsent, seien sehr gefragt. Um unter sicheren Bedingungen häufiger mit wenigen Menschen Gottesdienst feiern zu können, wurde die Zahl der Gottesdienste erhöht. „Außer am Samstag feiere ich jeden Tag einen Gottesdienst in der Kapelle und bin dabei nie alleine“, berichtet Peter Jochem.

Ein gemeinsames Essen tröstet - wenn auch nur digital

Seelsorge und Comfort Food

Online und bei Spaziergängen führte er außerdem viele seelsorgliche Gespräche. „Die Menschen blicken in dieser Zeit mehr auf sich selbst und alte Fragen und Konflikte werden wieder aktuell“, erklärt er. Ängste spielten auch immer wieder eine Rolle, ergänzt Evelin Mues. Da gebe es die Sorge, sich oder andere anzustecken, aber auch Probleme bei der Selbstorganisation oder die Befürchtung, das Studium nicht in der Regelstudienzeit zu schaffen.

Die KHG versucht Begegnung, so gut es unter den aktuellen Bedingungen geht, zu ermöglichen. Das Angebot „Internationaler Kochabend“ als Online-Veranstaltung war rasch ausgebucht. Ausgerüstet mit Einkaufsliste und einem Einkaufsgutschein kochen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeweils in ihrer eigenen Küche, lassen den Kochabend aber über Kamera, Mikrofon und das Internet zu einem Gemeinschaftserlebnis werden. „Den Anfang machen wir mit einem saisonalen typisch deutschen Gericht, Spargel mit Kartoffeln und Sauce Hollandaise“, kündigt Evelin Mues an. Weitere internationale Kochabende sollten dann folgen, eben als ein Angebot für „Leib und Seele“.

Weitere Informationen gibts unter www.khg-dortmund.de

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