1) Weniger Zwang, mehr Freiheit und Herz
Ich hab mich oft gefragt: Wie oft muss ich in die Kirche? Wie lange muss ich beten?
Jetzt glaube ich: Gott ist Freiheit. Ich kann mich ihm nähern, indem ich dem folge, was er in mein Herz hineinlegt. Ich achte jetzt viel mehr darauf, ob etwas, was ich mache, auch aus meinem Herzen stammt. Ob da etwas dran ist. Ob da eine Sehnsucht ist.
2) Ich dachte lange: Ich glaube richtig. Und andere glauben falsch.
Als Jugendlicher habe ich den Glauben für mich entdeckt. Ich habe ein Feuer in mir gespürt. Ich dachte: Das ist der richtige Glauben. Und: Leute, die nicht an Gott glauben, muss ich auf den richtigen Weg leiten.
Jetzt glaube ich: Gott möchte jedem Menschen begegnen – und er entscheidet, wie er das tut. Heißt: Wenn ich einem Menschen begegne, geht es nicht darum, ob er glaubt oder nicht, ob er Christ ist oder nicht – es geht darum, ihm aus Liebe zu begegnen.
3) Ich verstehe die Bibel weniger wortwörtlich.
Wenn ich die Bibel gelesen habe, habe ich mich immer gefragt: Ist das wirklich so passiert? Kann ich das so glauben?
Jetzt glaube ich: Die Texte sagen mehr über Gott aus, wenn ich sie nicht nur historisch lese. Ich frage mich: Von welcher Erfahrung mit Gott möchten die Menschen, die den Text geschrieben haben, erzählen? Die Text spiegeln wieder, wie großartig Gott ist. Das können wir damals und heute erfahren.