EIngang  Roverlabs
20.09.2019
Heimat

Zum 40. Geburtstag wird experimentiert

Mehr als 600 Rover feierten das Campjubiläum mit selbstgestalteten Chemie-Workshops in Rüthen  

von Verena Meyer

In ein riesengroßes Chemielabor verwandelte sich die Wiese hinter dem Rüthener Diösezanzentrum am Eulenspiegel vom 6. bis zum 8. September. Als Hobby-Wissenschaftler probierten sich die Teilnehmer des diesjährigen Rovercamps der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) im Erzbistum Paderborn mit Lebensmittelfarbe, Eisrezepten und allerlei Bastelutensilien – stets unter dem Motto „.versuchen.verstehen.verbessern“.

Feuerwerk

»Es ist immer unglaublich zu sehen, wie begeistert die Teilnehmer von der Atmosphäre sind, die wir hier schaffen.«

PAUL JUNGLAS
Organisator aus dem Stamm Soest

Zum 40. Geburtstag wurde das Rovercamp in diesem Jahr besonders groß aufgezogen und mit einem Feuerwerk am Samstagabend zelebriert. Was einst im kleineren Kreise als Reste-Essen aus dem Sommerlager begann, zog dieses Jahr mehr als 600 Teilnehmer zu den Roverlabs nach Rüthen. 

Hinter der Organisation des jährlichen Rovercamps stecken die 15 bis 20 Jahre alten Pfadfinder selbst – von Rovern für Rover. Nach monatelanger Planung und dreitägigem Aufbau ist Organisator Paul Junglas aus dem Stamm Soest zufrieden mit dem Ausgang: „Es ist immer unglaublich zu sehen, wie begeistert die Teilnehmer von der Atmosphäre sind, die wir hier schaffen.“

Kapellenparty
Workshops
Die Kinder im Fatima Center übernehmen selbst viele Aufgaben

Neben den Workshops am Samstag boten sich weitere Highlights: Nach Ankunft und großem Wiedersehen am Freitag wurde bei der Disco in der Kapelle ordentlich gefeiert – und das barfuß. 

Am Samstag eröffneten dann die Roverlabs. Die selbstgestalteten Workshops und Experimente stammten jeweils von den einzelnen Roverteams. Gegenseitig bewerteten sich die Teilnehmer dann, sodass die besten Forschergruppen am Ende entsprechend honoriert wurden. Dabei geht es vor allem um den Lerneffekt, aber die Rover sollten sich auch selbst ausprobieren, kreative Ideen entwickeln, neue Dinge begreifen und in der Gemeinschaft Spaß haben. Für Roverin Julia Schlief aus dem Stamm Rüthen war ein besonderer Höhepunkt der Workshop, bei dem Fruchtsäfte eingefärbt wurden und von den Teilnehmern erraten werden mussten.

»Man kann einfach das Handy ausmachen und ist in einer ganz anderen Welt.«

JULIA SCHLIEF
Roverin aus dem Stamm Rüthen 

Abends fanden sich alle zum gemeinsamen Lagergottesdienst ein und genossen anschließend Live-Musik im Zelt. Die erschöpften Gemüter ließen den letzten Abend schließlich am großen Lagerfeuer ausklingen.

Am Sonntag starteten die Pfadfinder mit einem gemeinsamen Frühstück, zu dem jeder Stamm etwas beitrug. Nach der Reflexionsrunde hieß es dann Abschied nehmen.

Das Lager am Tag

Für Julia Schlief zählt beim Rovercamp neben dem vielfältigen Programm in erster Linie die Gemeinschaft. Als langjährige Pfadfinderin sind ihr Zusammenhalt und Freundschaft besonders wichtig: „Ich freue mich immer, die Leute wiederzusehen, die so wie ich jedes Jahr dabei sind, aber auch neue Freundschaften zu schließen.“ 

Die  20-jährige Studentin schätzt das Wochenende in der Natur als schöne Auszeit von Alltag und Unileben. „Man hat mal keine richtige Verantwortung, kann einfach das Handy ausmachen und ist in einer ganz anderen Welt mit Leuten, die das genauso sehen“, resümiert sie ihre Erfahrung im Camp.

Paul Junglas sieht es ähnlich: "Das Rovercamp ist ein Ort, an dem man ganz viele Leute trifft und kennt und eine tolle Zeit miteinander verbringt.“

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