Jesus ist in diesem kleinen Stück Brot gegenwärtig
Jesus ist in diesem kleinen Stück Brot gegenwärtig
05.07.2022

Faszination

Er ist da

In der Eucharistie kannst du Jesus mit eigenen Augen sehen

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von Raphael Steden

Wir sind gekommen, um IHN anzubeten (Mt 2,2) – das war das Motto des Weltjugendtags in Köln im Jahr 2005. Etwa eine Million junge Christinnen und Christen aus aller Welt feierten hier ihren Glauben. Sie konnten sehen und spüren, dass Kirche jung und lebendig ist. Aus dieser Erfahrung heraus entstand die Initiative Nightfever, die sich von Bonn aus inzwischen in mehr als 27 Länder ausgebreitet hat.

Junge Menschen gestalten Gebetsabende, bei denen Jesus im Mittelpunkt steht, und laden Menschen von der Straße ein, in der offenen Kirche vorbeizukommen. Für viele Leute eine Gelegenheit, Kirche und Gott ganz neu kennenzulernen. Einige besondere Elemente von Nightfever und persönliche Erfahrungen von jungen Menschen wollen wir in dieser Reihe vorstellen.

Es war die imposanteste Reise meines Lebens: 2012 bin ich mit dem Priesterseminar nach Israel gefahren. Bevor wir nach Jerusalem und zum See Genezareth gekommen sind, ging es erst einige Tage in die ägyptische Wüste im Sinai. Mit einem Beduinen sind wir dort mehrere Tage unterwegs gewesen: keine Toilette, keine Dusche.

Das Ziel war der Mose-Berg, der an die Zehn Gebote erinnert. Auf dem Gipfel des Bergs waren wir passend zum Sonnenuntergang. Die Sonne tauchte alles in ein goldenes Licht – und wir feierten die Heilige Messe. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie berührt ich damals war. Wie nah ich mich Gott gefühlt habe.

Raphael Steden
Raphael Steden

»Jesus schien irgendwie gewusst zu haben, dass wir Menschen ihm nahe sein wollen. Dafür hat er uns beim Letzten Abendmahl etwas hinterlassen: die Eucharistie.«

Raphael Steden
Pastor in Neheim mit Begeisterung für Nightfever

Ins Kreuz gebissen

Als Menschen sind wir alle irgendwie auf der Suche. Viele Menschen suchen auch nach Gott. Und dem Gefühl, ihm nahe zu sein. Manch einer geht in die Natur, andere reisen in ferne Länder. Ich kann mich noch gut an eine Stunde im Fach Kirchengeschichte in meinem Studium erinnern, wo der Professor von den frühen Christen der ersten Jahrhunderte sprach. Am Karfreitag haben diese das Kreuz Jesu verehrt. Ein Mensch kam sogar zum Kreuz und biss hinein, erzählte der Professor, so nah wollte er Jesus sein.

Jesus schien irgendwie gewusst zu haben, dass wir Menschen ihm nahe sein wollen. Dafür hat er uns beim Letzten Abendmahl etwas hinterlassen: die Eucharistie.

Als Christen feiern wir auch heute noch weltweit die Eucharistie. Und mich berührt das jedes Mal. Ich versuche, mir vorzustellen: Wenn Jesus das ernst gemeint hat, als er sagte „Das ist mein Leib … und das ist mein Blut“, dann haben wir für alle Zeiten etwas unendlich Wichtiges. Von ihm für uns.

Jesus ist da - in der Eucharistie
Jesus ist da - in der Eucharistie
Jesus schenkt uns sich selbst
"Das ist mein Leib."
Jesus begegnen

Sich fallen lassen

Jesus ist da – in der Eucharistie. Das feiern wir als Christen weltweit, besonders auch bei Nightfever. Für mich gehört es bei jedem Nightfever dazu, mich nach der Messe auf die Kniebank fallen zu lassen und einfach bei Jesus zu sein. Oft spüre ich dann, wie anziehend seine Gegenwart sein kann.

Und es ist schön zu wissen, dass wir als Christen durch Jesus verbunden sind. Und auch als Nightfever-Teams. Ich bin lange Zeit dem Nightfever-Team in Paderborn sehr verbunden und anschließend dem in Siegen. Es tut immer gut, zu wissen, dass auch an unterschiedlichen Orten derselbe dabei ist und gefeiert wird.

Jesus findet seinen Platz mitten unter uns. Darauf weist auch die Gestaltung der Kirche bei Nightfever hin. Die Musiker singen zu Jesus, die Kerzen im Mittelgang führen auf ihn hin zu. Auch die Tücher am Altar, Symbole für das Kostbare und Schlichte, Wasser und Blut aus seiner Gegenwart führen von ihm hin zu uns und laden uns zu ihm ein. Das Licht findet seinen Höhepunkt in der glänzenden Monstranz, die den Leib Christi umfasst.

»Jesus ist immer da. Er möchte, dass du ihm begegnest. Egal wo. «

Pastor Raphael Steden

Er ist da

Bei Nightfever sprechen wir viele Menschen auf der Straße an und laden sie ein, in die Kirche zu gehen. Wir treffen Junggesellenabschiede, Fröhliche, Traurige, Nachdenkliche. Und tatsächlich lassen sich viele Menschen darauf ein, Jesus zu begegnen und vor ihm still zu werden.

Doch das Schöne ist: Es braucht nicht unbedingt die Anbetung bei Nightfever oder die Messe auf dem Berg im Heiligen Land – Jesus ist immer da. Er möchte, dass du ihm begegnest. Egal wo.

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