You matter!
21.01.2019

Miteinander

Über den Auftrag, einander zu sehen

Meine Gedanken zum Thema „Wertschätzung“

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Von Simone Schäfer
Die WERTSCHÄTZUNG … ein Thema, das mich schon seit einiger Zeit beschäftigt. In meiner Arbeit habe ich mit jungen Menschen zu tun, die sich für ein Jahr im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) für andere Menschen einsetzen und dies für ein Taschengeld tun; vielmehr aber noch tun sie es aus der Motivation heraus, sich sozial zu engagieren … etwas für andere und die Gesellschaft zu tun. Und da treffe ich immer wieder auf das Wort „Wertschätzung“, denn darum geht es in dieser Arbeit … den Menschen, mit denen ich zu tun habe, Wertschätzung entgegenbringen und ihnen mit Respekt, Wohlwollen, Interesse und einer gewissen Aufmerksamkeit begegnen.
Simone Schäfer ist Religions- und Sozialpädagogin

»Bei so großen Themen wie beruflicher Orientierung und persönlicher Entwicklung spielt Wertschätzung eine große Rolle.«

SIMONE SCHÄFER
Religions- und Sozialpädagogin

Aber auch die jungen Freiwilligen brauchen diese Wertschätzung. Viele von ihnen stehen an einer entscheidenden Stelle ihres Lebens im Übergang von Schule und Beruf und neben der beruflichen Orientierung, die sicherlich im FSJ eine große Rolle spielt, geht es auch um die persönliche Entwicklung und da kommt die Wertschätzung verstärkt ins Spiel. Denn nur wenn ich selbst Wertschätzung und Anerkennung erfahre, dann kann ich mich positiv entwickeln. Wertschätzung motiviert und löst in fast allen Fällen positive Reaktionen aus.
You are worthy of love
Go get 'em!
Trust
You got this!


Wert erkennen, Schätze finden


Wenn wir uns das Wort „Wertschätzung“ einmal genauer anschauen, dann finde ich in diesem Wort zum einen den WERT und zum anderen das SCHÄTZEN.

Jeder Mensch hat (s)einen WERT, den es zu achten gilt … von Gott her sind wir alle sehr wertvoll und verdienen höchste (Be)Achtung. Er verleiht uns Ansehen und Würde. Vor ihm sind wir Einzel- und Glanzstücke.
Und auch wir haben den Auftrag – so verstehe ich unseren christlichen Glauben-, in unseren Mitmenschen diesen Wert zu sehen und zu fördern.
Gerade junge Menschen, die auf der Suche nach dem Sinn und Weg ihres Lebens sind, brauchen Menschen an ihrer Seite, die ihnen etwas zutrauen, die ihnen vertrauen und sie in ihrem Selbstwert stark machen. Und das gelingt am besten, wenn das, was sie sind und tun, geschätzt wird.

» Es geht also um den Wert jedes Einzelnen und den Schatz,
der in ihm steckt.«


Denn im SCHÄTZEN steckt das Anerkennen sowie Lob und Kritik und damit Bestärkung und Ehrlichkeit. Im Schätzen steckt aber auch der SCHATZ, ein wertvoller Fund, der etwas Besonderes ist. Dieser Schatz muss in uns Menschen gehoben und als solcher behandelt werden.

Viele junge Freiwillige machen in ihrem FSJ diese Erfahrung und entdecken, was in ihnen steckt … wenn sie es zulassen, dann kann „ihr“ Schatz gehoben werden. Denn sie erleben in den meisten Fällen Menschen, die ihnen etwas zutrauen und ihnen vertrauen und ihnen das ehrlich sagen. Bei allen Erfahrungen sowie Herausforderungen und auch manchmal kritischen Momenten, die sie in diesem Jahr erleben, geht es also um den WERT jedes Einzelnen und den SCHATZ, der in jedem von ihnen steckt … es geht um die Erfahrung von WERTSCHÄTZUNG, die den Menschen als Ganzes betrifft und ihn zu dem werden lässt, wer er ist!

Wenn ich Wertschätzung erfahre, kann ich selbst wertschätzend sein.

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