Menschen beten mit Mund-Nasen-Schutz während der Messe.
Menschen beten mit Mund-Nasen-Schutz während der Messe.
13.12.2020

Advent

Bist du wach?

#wakemeupwhen2020ends

test
Von Miriam Pawlak
„Wake me up when 2020 ends” – der Spruch ging im Frühjahr in den sozialen Medien viral. Jetzt wird er so langsam Wirklichkeit. Das Jahr ist wirklich bald zu Ende – und damit bei vielen auch Geduld und die Nerven.
Der Lockdown trifft uns alle. Aber unterschiedlich hart.
Der Lockdown trifft uns alle. Aber unterschiedlich hart.

Irgendwie kann ich verstehen, dass man sich lieber die Decke über den Kopf ziehen würde, um die alarmierenden Zahlen zu überhören, die jeden Tag als breaking news erscheinen. Die Lockdowns egal ob „light“ oder „extreme“, die verschärften Hygienemaßnahmen, die noch leerer werdenden Kirchenbänke – es gibt noch viel mehr Gründe, warum dieses Jahr aus dem Kalender gestrichen und am besten verschlafen werden könnte. Wie geht es eigentlich den Obdachlosen? Oder den Alten, die nicht mehr raus können in dieser Zeit? Was machen denn diejenigen, die Zuhause Gewalt erfahren? Das frage ich mich, während ich dabei erleichtert auf meine Familie und Freunde blicke, die – Gott sei Dank – gesund sind.

Hoffentlich wird die Zukunft besser aussehen. Aber bis dahin heißt es nicht zu schlafen, bis es einen Impfstoff gibt. Warten, das ist ein aktives Handeln! Warten heißt sich innerlich wie äußerlich auf etwas Neues vorzubereiten und die Zeit so zu gestalten, dass sie auch unter schweren Bedingungen lebenswert und lebendig ist. JETZT – kurz vor Weihnachten – kommt es für uns Christen doch besonders darauf an, zu zeigen, auf wen es sich wirklich zu warten lohnt: Auf Jesus.
Das Plakat mit der Aufschrift "God bless!" (Gott segne) drückt die Sehnsucht nach Gottes Beistand und Hilfe besonders in der Pandemie aus.
Das Plakat mit der Aufschrift "God bless!" (Gott segne) drückt die Sehnsucht nach Gottes Beistand und Hilfe besonders in der Pandemie aus.

Wachsam

Maria und Josef lebten zwar in einer ganz anderen Umgebung als wir, aber irgendwie wurde ihnen doch auch sowas wie ein Lockdown vorgegaukelt: Kein Platz für´s Baby in der Herberge. Kein socializing. Nur ein abgelegener Stall und ein paar Tiere vielleicht. Erst später durften Hirten und Könige kommen, um das Kind zu sehen. Dieses Kind in der Futterkrippe, wie Lukas es in seinem Evangelium zeichnet, ist der Friedensbringer für die ganze Welt. Inmitten einer Zeit, die geprägt von Konflikten und Krisen war, bekam die Frau ein Kind, die es am wenigsten erahnt, aber am meisten geglaubt hat. Ihr ist der Sohn Gottes geboren, der die unruhigen Herzen der Menschen tröstet. 

Was für ein wuchtiger Moment das gewesen sein muss, in dem Maria das Antlitz Gottes erblickte. Ich kann es mir kaum vorstellen, aber dieses Kind ist meine Hoffnung bis heute. Dafür lohnt es sich wachsam zu sein und den Alltag so zu leben, als käme Jesus bei mir zu Hause, in meinem Herzen zur Welt. 
Bist du wach dafür?

Bist du bereit, für Jesu Ankunft bei dir?
Bist du bereit, für Jesu Ankunft bei dir?

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