Der Ironscout kommt nach Paderborn
14.03.2016

Der Ironscout kommt nach Paderborn

DPSG-Bezirk richtet sportlichen Großevent aus

Von Dirk Lankowski

80 Kilometer Strecke, 22 Stunden Zeit, kein Schlaf und 16 schwierige Stationen mit kniffligen Aufgaben – der Ironscout gilt als der härteste Pfadfinderevent in Deutschland. Das Erlebte und die Erzählungen motivieren jedes Jahr über tausend Pfadfinder zur Teilnahme. Zum 18. Geburtstag kommt der Ironscout im Herbst nach Paderborn. Der Bezirk Paderborn der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) mit seinen Stämmen von Lemgo bis Borchen hat den Zuschlag für die Austragung bekommen. „Endlich 18! Schluss mit Kindergeburtstag“ heißt es deshalb in der Ausschreibung.

Vom 30. September bis 3. Oktober wird sich Altenbeken rund um die Eggelandhalle und das Schulzentrum in ein großes Pfadfinderlager verwandeln. Dann schlagen Pfadfindergruppen aus ganz Deutschland ihre Zelte auf, um am jährlichen Ironscout teilzunehmen. „Das ist schon für uns eine großes Nummer, aber gerade läuft die Vorbereitung total gut“, erzählt Pia Winkler, DPSG-Bezirksvorsitzende und Mitglied im Vorbereitungsteam. Die Ehrenamtlichen aus den Stämmen des Bezirks suchen aktuell Sponsoren, Helfer, Stations-Teams und kümmern sich um die logistischen Fragen. Im April wird die Anmeldung für die Gruppen auf www.ironscout2016.de freigeschaltet, der Ansturm ist in der Regel groß. Mit einem eigenen Trailer auf YouTube werben die Pfadfinder aus Paderborn für das Event.

„Der erste Ironscout wurde 1999 auf der Schwäbischen Alb vom Bezirk Hohenzollern ausgerichtet, damals mit knapp über hundert Teilnehmern“, berichtet Pia Winkler. Dann wurde der Lauf immer größer und auch aus dem Bezirk Paderborn nahm ein Team teil. „Vor zwei Jahren haben wir sogar den dritten Platz gemacht, im Vorjahr waren wir noch auf Platz 60. Da haben wir uns dann einmal im Monat getroffen und trainiert“, verrät die Bezirks-Vorsitzende. Der Ehrgeiz hätte sie und ihre Pfadfinder-Freunde gepackt, sodass sie sich regelmäßig zu 30-Kilometer-Wanderungen trafen. Und dabei halten die Pfadfinder es mit dem Zitat von Gründer Lord Robert Baden-Powell: „Wenn ich von Wandern rede, meine ich flottes Wandern, nicht nachlässiges Schlendern.“

Für die Gruppe aus dem Bezirk Paderborn war es deshalb auch keine Frage, selbst einmal den Ironscout zu organisieren. Jedes Jahr ist jemand anderes an der Reihe, die Verantwortung wird weitergereicht, beim jetzigen Ausrichter kann man sich für das nächste Jahr bewerben. Es gibt keine höhere Instanz, bei der das Thema angesiedelt ist. „Wir werden zwar von den Organisatoren aus dem Vorjahr unterstützt, aber wir haben alles selbst in der Hand und können die Veranstaltung gestalten“, erzählt Pia Winkler. Dass nicht nur ihr Stamm, die DPSG St. Hedwig auf der Lieth die Veranstaltung trägt, sondern der ganze Bezirk mit seinen Stämmen mitzieht, sei ideal. „Wir sind 16 Leute aus verschiedenen Stämmen im Orga-Team, da kommt einiges an Kompetenz und Kontakten zusammen.“

Der Ironscout ist aber mehr als ein sportlicher Event. „Wenn ich nach 22 Stunden Wanderung und ein paar Stunden Erholung dann im Gottesdienst sitze, blicke ich sehr sehr dankbar auf die schönen Erfahrungen zurück“, sagt Pia Winkler. Gruppenzusammenhalt, das Gefühl etwas Großartiges geleistet zu haben und natürlich das Pfadfinderische – der Ironscout begeistert. Am zweiten Abend gibt es eine große – meist aber kurze – Party und natürlich auch Lagerfeuerromantik unterm Sternenhimmel. Ein letztes großes Zeltlager vorm Winter.

Aktuelle Infos gibt es auch auf Facebook: www.facebook.com/ironscout2016

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