1200 Jugendliche feiern den Glauben
09.06.2013

1200 Jugendliche feiern den Glauben

Jugendfestival zum Eucharistischen Kongress

Gottesdienste, Katechesen, Gesprächsrunden und Konzerte: Nach dem Weltjugendtag 2005 war Köln in den letzten Tagen erneut Ort eines katholischen Glaubensfestes. Die Deutsche Bischofskonferenz und das Erzbistum Köln hatten zum ersten nationalen "Eucharistischen Kongress" unter dem Motto "Herr, zu wem sollen wir gehen?" (Joh 6,68) eingeladen. Höhepunkt für die jugendlichen Besucher war das zweitägige Jugendfestival, zu dem auch Jugendgruppen aus dem Erzbistum Paderborn angereist waren.

Mit einem Nachgebet wurde am Freitagabend das Jugendfestival des Eucharistischen Kongresses eröffnet. Mehr als 1200 junge Menschen hatten sich vor der Kirche St. Maria im Kapitol eingefunden, um sich gemeinsam auf das Festival einzustimmen. Kurz vor Mitternacht feierten die Besucher den nächtlichen Gottesdienst mit dem Jugendbischof und ehemaligen Paderborner Weihbischof Karl-Heinz Wiesemann. Die Komplet begann mit einer experimentellen Licht- und Musikshow und endete mit einer Prozession durch das Rotlichtviertel zum jugendpastoralen Zentrum „CRUX“.

Das Motto des Eucharistischen Kongresses, „Herr, zu wem sollen wir gehen?“, stelle nicht die Frage, wo man beispielsweise an diesem Freitag hingehen solle, sagte Wiesemann. „Die Frage geht tiefer. Wie viele junge Menschen haben, wenn es drauf ankommt, nur sehr wenige, zu denen sie gehen können?“ gab der Jugendbischof der Deutschen Bischofskonferenz zu bedenken. Wichtig sei es, eine Gemeinschaft zu haben, Freunde auf die man vertrauen könne, denen man Vertrauen schenken kann, erklärte Wiesemann den Jugendlichen.

„Das erste und wesentliche an Jesus ist: Er ist der, in dem Gott sich für uns berührbar machen will“, so Wiesemann weiter. Gott habe eine Sehnsucht nach uns, in einem gewissen Sinne auch Liebeskummer. Ihm sei es nicht gleichgültig, was mit dem Leben der Menschen geschehe. „Gott möchte mit uns Mahl halten, er hat Sehnsucht nach Gemeinschaft“, sagte der Bischof. „Das drückt die Eucharistie aus.“

Am nächsten Morgen warteten dann Jugendkatechesen mit verschiedenen Bischöfen und am Nachmittag Workshops zur Auseinandersetzung mit Glaubensfragen auf die jungen Kongress-Teilnehmer. Am Samstagabend startetet dann das „Pilgerbuffet“ mit einer Schifffahrt auf dem Rhein, dem sich die „Nacht des Lichts“ im Tanzbrunnen anschloss. Schlusspunkt war der Abschlussgottesdienst am Sonntagmorgen im Rheinenergie-Stadion.

Die Motivation zur Teilnahme am Eucharistischen Kongress unter den Besuchern aus dem Erzbistum Paderborn war vielschichtig. Marc Jacob aus Minden schmunzeln, dass er die freie Zeit nach dem Abitur sinnvoll nutzen will. „In der Jugendarbeit brauchen wir auch große Glaubenstreffen, um für die Arbeit in der Gemeinde gestärkt zu werden“, so der 17-Jährige.

Lukas Hellekes aus Paderborn hatte sich für den Kongress als Helfer angemeldet und verrichtete seinen Dienst im roten Helfer-T-Shirt beispielsweise vor der Minoritenkirche, dem Zentrum der Geistlichen Gemeinschaften. Seine Motivation: „Ich engagiere mich gerne und hoffe natürlich auf viele Begegnungen und gute Gespräche.“

14 Messdienerinnen und Messdiener aus Herford waren ebenfalls zum Kongress gereist. Sie freuten sich auch darüber, so viele Bischöfe treffen zu können, unter anderem Kardinal Rainer Maria Woelki bei der Katechese in der Kirche St. Maria im Kapitol. „Die Katechese hat mir sehr gut gefallen“, erklärte Lisa Krüger (19). „Kardinal Woelki ist vor allem auf viele Fragen eingegangen“, so Dennis Hennig (21).

Diözesanjugendpfarrer Stephan Schröder zog am Ende der Tage eine positive Bilanz. „Für die Teilnehmer aus unserem Erzbistum waren die Tage sicher eine Bereicherung“, so der Diözesanjugendpfarrer.„Die Organisatoren des Jugendfestivals hatten ein wirklich ansprechendes Programm organisiert, begonnen mit einer eindrucksvollen Komplet und Prozession“, lobte Stephan Schröder das Organisatoren-Team um seinen Kölner Kollegen, Diözesanjugendseelsorger Mike Kolb. Stephan Schröder: „Ich bin fest davon überzeugt, dass unsere Jugendlichen in ihrem Glauben gestärkt und gefestigt worden sind – dafür hat sich die Teilnahme gelohnt.“

1500 junge Menschen hatten sich vor der Kirche St. Maria im Kapitol eingefunden.
Die Messdiener aus Herford freuten sich über die vielen Begegnungen, unter anderem mit Kardinal Woelki.
Lukas Hellekes engagierte sich als Helfer vor der Minoritenkirche.
Diözesanjugendpfarrer Stephan Schröder und einige Teilnehmer im Gespräch mit Bischof Franz-Josef Overbeck (Essen) nach einer Katechese.

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