Perspektivwechsel aus Liebe
19.04.2016

Perspektivwechsel aus Liebe

Jugendvesper in Heggen mit Diakon Willibert Pauels begeistert

Von Dirk Lankowski

Eigentlich ist die Vesper nur das Abendgebet der Kirche. Wenn aber in Heggen im tiefen Sauerland Jugendliche und junge Erwachsene zur Jugendvesper einladen und die Band „One Way“ in die Tasten und Saiten greift, dann wird die Vesper schnell zum katholischen Happening, das locker zwei Stunden dauert und für eine volle Pfarrkirche sorgt.

So geschehen am Samstagabend bei der Jugendvesper mit Diakon Willibert Pauels, der aus dem Kölner Karneval bekannten rheinischen Frohnatur. Dazu kommen die Gäste aus ganz Südwestfalen, wie Mitorganisatorin Franziska Tielke am Anfang in ihrer Begrüßungsrunde abfragt: Finnentrop, Winterberg, Meschede, Olpe, Eslohe, Siegen, Attendorn, sogar aus Dortmund.

Für die richtige Musik während der Jugendvesper sorgt die Band "One Way".
Volles Haus bei der Jugendvesper in der Pfarrkirche in Heggen.
Frontmann Alexander Sieler singt nicht nur, er leitet die Band und sorgt für Stimmung

Zum zweiten Mal hatten die Organisatoren den karnevalistischen Diakon eingeladen, zum zweiten Mal begeisterte Willibert Pauels die jungen Gläubigen mit einem ergreifenden Glaubenszeugnis in der stimmungsvoll ausgeleuchteten Kirche. „Mit Jesus bekommen wir eine Perspektive im Leben, das unbedingte Primat der Liebe“, formuliert Willibert Pauels, nachdem er zuvor humorig von seiner Irrfahrt –Anreise durchs Sauerland und römisch-sauerländischen Bezügen erzählt hat – natürlich mit roter Pappnase.

Jetzt ist der Diakon aber ernst, setzt die Pappnase ab und zieht auch ohne Witze die jungen Leute in seinen Bann. Er spricht vom Perspektivwechsel, den Jesus möglich macht. „Liebe“, das ist sein Thema. Die Liebe des Vaters, der seinen Sohn opfert, die österliche Perspektive der Auferstehung. „Christus ist wahrhaft auferstanden, aus Liebe“, erklärt Willibert Pauels. Er ermutigt die jungen Zuhörer, dieser Liebe in ihrem Leben einen Platz zuzugestehen, damit auch sie diesen Perspektivwechsel erleben.

In der Jugendvesper haben die Jugendlichen und jungen Erwachsenen noch viel Zeit, sich über den Perspektivwechsel in ihrem Leben Gedanken zu machen. Sie können zur Kreuzverehrung Kerzen und ihre Anliegen bringen, der Musik lauschen und dabei Zeit zum Gebet finden oder einfach nur in einer Meditation Ruhe finden. Alexander Sieler, Band-Frontmann und einer der Hauptorganisatoren der Jugendvesper, ist am Ende sehr zufrieden. „Wir feiern hier Gottesdienst, um uns von Gott verändern zu lassen, um Gott an uns handeln zu lassen, um eine neue Perspektive zu bekommen“, erklärt er. Und um an die österliche Perspektive zu erinnern, bekommen alle Besucher noch ein Schokoladen-Ei geschenkt.

Die Jugendvesper-Organisatoren wollen aber auch ganz gezielt einer Person eine neue Perspektive ermöglichen und unterstützt deshalb ein Patenkind über den Verein "Lazos de amistad - Bänder der Freundschaft e.V.", der sozial benachteiligte Jugendliche in Kolumbien fördert. „Viele von uns sind Mitglieder im Verein“, berichtet Alexander Sieler und versichert, dass die Hilfe ankommt. Das jugendliche Patenkind, das im Lehramtsstudium unterstützt wird, meldet sich dann auch noch via Videobotschaft in der Jugendvesper und bedankt sich für die Unterstützung – die sozialen Medien machen es möglich.

Nach einer kleinen Sommerpause meldet sich die Jugendvesper am Samstag, 17. September, wie gewohnt um 17 Uhr in der Pfarrkirche Heggen zurück. Und 2017 wird dann auch ein besonderes Jahr, schließlich fand die erste Jugendvesper im Jahr 2007 statt. Die Termine zum Vormerken sind der 21. Januar und 6. Mai.

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