Kirche - Kultur - Natur
08.04.2013

Kirche - Kultur - Natur

Katholische Studenten in Schweden

Schweden ist ein aufregendes und kultiviertes Land. Die skandinavische Natur beeindruckt durch wellige Felsenküsten, über 95.000 Binnenseen und endlose Wälder. Studierende der Paderborner Universität und der Katholischen Hochschule hatten nun zusammen mit Studentenpfarrer Nils Petrat und Gemeindeassistent Eric Bernhard die Gelegenheit, sich von Schwedens Schönheit selbst zu überzeugen. Sie verbrachten ganz besondere Kar- und Ostertage zwischen Stockholm und Uppsala.

„Ganz bewusst wollten wir mit den Studierenden die Reise nach Skandinavien antreten, um mit ihnen und schwedischen Studierenden nahe der Hauptstadt Stockholm das bedeutendste christliche Fest zu feiern“, so Studentenpfarrer Nils Petrat. Er zeigte sich sehr erfreut, dass sich die Studierenden auf den Spagat zwischen Osterliturgie, Freizeiterleben und Natur eingelassen hatten.

Durch die Feier der Abendmahlsmesse in der katholischen Kathedrale von Stockholm und die Feier der Karfreitagsliturgie in der von den Jesuiten geleiteten Pfarrei St. Eugenia lernten die Studierenden die Kirche in Schweden als intensive „Glaubensgemeinschaft“ kennen. Die Osternacht feierten die Paderborner Studierenden dann international, in Gemeinschaft mit einer schwedischen Exerzitiengruppe und Studierenden der Hochschulgemeinde von Uppsala und Göteborg.

Neben Gesprächen und Austausch mit schwedischen Studierenden blieb an den Kar- und Ostertagen aber auch genug Zeit für Ausflüge und die individuelle Freizeitgestaltung: Auf dem Programm stand beispielsweise neben einer Sightseeing-Tour durch Stockholm und der Besichtigung des Schlosses Drottningholm (Wohnsitz des schwedischen Königspaares) auch der Besuch des Newman-Institutes in Uppsala, der einzigen katholischen Hochschule Schwedens.

Ein ganz besonderes Highlight war die Begegnung mit Bischof Lars Anders Arborelius OCD von Stockholm am Gründonnerstag. Der schwedische Ordensgeistliche und Bischof von nur 1,6 Prozent Katholiken in Schweden zeigte sich den Studierenden gegenüber offen und herzlich. Er präsentierte die schwedische Diözese als „universelle Kirche“, die eine „katholische Gemeinschaft von vielen Völkern und Nationen“ verkörpere. In der Arbeit mit Jugendlichen sei es besonders wichtig, sich den Jugendlichen und ihren unterschiedlichen Lebenswelten anzunähern, um ein Verständnis für den Glauben zu entwickeln.

Am Ende gab der Bischof den Studierenden noch einen „Geheimtipp“ für deren künftige Jugendarbeit in Schulen oder in den Gemeinden vor Ort mit auf dem Weg: „Leben Sie Ihren Glauben authentisch und bleiben Sie in lebendigem Kontakt mit den jungen Menschen über Glaube und Kirche“.

Die Studienfahrt wurde finanziell gefördert und unterstützt vom Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken, dem Diaspora-Hilfswerk der katholischen Kirche mit Sitz in Paderborn.

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