Malteser Jugend rettet Drei-Hasen-Fenster
14.08.2014

Malteser Jugend rettet Drei-Hasen-Fenster

32. Bundesjugendlager in Paderborn

"Ich habe in dieser Woche einen Schwedenstuhl gebaut, das hätte ich mir vorher gar nicht zugetraut“, freute sich Norbert Scheckel, der Diözesanjugendseelsorger der Malteser Jugend im Erzbistum Paderborn. Die eigene Berufung, verbunden mit der Tatsache, dass Gott den Menschen etwas zutraut, war das zentrale Thema beim Abschlußgottesdienst des 32. Bundesjugendlagers der Malteser Jugend. Deshalb hätten sich auch die 600 Kinder und Jugendlichen ein tolles Zeltlager auf dem Sportplatz in Atteln südlich von Paderborn zugetraut. „Sicher habt ihr in dieser Woche auch viele Dinge getan, die ihr euch selbst gar nicht zugetraut hatte", so Norbert Scheckel.

Zufriedene Kinder, ausgelassene Jugendliche und eine klasse Stimmung - das kennzeichnete nach Ansicht der Gruppenleiter aus den 52 Gliederungen der Malteser Jugend das Zeltlager in der letzten Woche. Von Neumünster bis Traunstein, von Rostock und Erfurt bis Saarlouis und Grefrath waren die einzelnen Gruppen zusammengekommen. Ihnen war es in der Woche um Spiel und Spaß gegangen, aber auch, wie Seelsorger Scheckel betonte „um die Gemeinschaft nicht nur des Spiels, sondern auch des Gebets“.

Mit in der großen Gruppe der Kinder und Jugendlichen waren auch die Malteser aus dem Erzbistum Paderborn, aus Balve, Borchen, Büren, Emscher-Ruhr, Hagen, Höxter, Lennestadt, Lippstadt, der Lebenshilfe Lippstadt und Warstein. Für sie alle war es ein tolles Lager. „Ich finde es sehr schade, dass das Bundeslager schon zu Ende ist. Gerade die langen Abende mit meinen Freunden am Lagerfeuer sind unvergesslich und ich freue mich, wenn wir uns alle im nächsten Jahr wiedersehen!“, sagt Maren Schäfers (19), Gruppenleiterin aus Borchen. Auch der Paderborner Daniel Koch (18) ist etwas wehmütig: „Es fahren jedes Jahr sehr viele interessante und engagierte Leute mit. Das schätze ich und habe auch dieses Mal wieder viele Freunde gefunden. Hoffentlich können wir alle im Kontakt bleiben.“

Eine Woche lang hatten die Jugendlichen an jedem Tag mit einem anderen Schwerpunkt eine gemeinsame Geschichte erlebt. Ausgangsstory war eine Bedrohung durch einen feindlichen Agenten, der das berühmte Paderborner Drei-Hasen-Fenster im Hohen Dom zerstören wollte. Die Jugendlichen ließen sich also zu guten Agenten ausbilden: Ob auf dem Sportplatz oder beim Basteln von Spezialausrüstung, ob beim Gruppenerlebnis oder beim Abschlußtag in Paderborn, immer ging es darum, sich fit zu machen, um das geheimnisvolle Phantom zu jagen. In einer fast dramatischen Abschlussszene mit 600 Jugendlichen vorm Dom in Paderborn gelang es dann, die zuvor mit Erlaubnis des Domkapitels versteckte Bombenattrappe zu „entschärfen“. Das bedeutete dann, Aufgabe gelöst, Lager erfolgreich abgeschlossen, wie die Paderborner Jugendreferentin der Malteser Jugend, Patricia Hohenberger, als Lagerchefinnen stolz verkünden konnten. „So wie die Organisatoren des Zeltlagers euch zugetraut haben, das Drei-Hasen-Fenster zu retten, so traut Gott Euch Zuhause zu, in euren vielen Diensten als Malteser zu bestehen“, erklärte Scheckel. „Wir sind berufen als Malteser. Diejenigen, die unsere Hilfe benötigen, das sind oft die Menschen rechts und links von uns“, rief auch Malteser-Geschäftsführer Karl Prinz zu Löwenstein bei der Abschlussmesse den Jugendlichen zu, in ihrem tollen Engagement fortzufahren.

Pünktlich zum Ende des einwöchigen Zeltlagers wurden die Fahnen der Jugend weitergereicht. In diesem Jahr war das Lager wegen des 60-jährigen Jubiläums des Diözesanverbandes im Erzbistum Paderborn ausgerichtet worden. Im nächsten Jahr wird die Diözese Münster das dann 33. Bundejugendlager veranstalten.

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