Miriam Pawlak und Vikar Jonas Klur diskutieren beim neuen Format "Mein Gott".
Miriam Pawlak und Vikar Jonas Klur diskutieren beim neuen Format "Mein Gott".
14.08.2021

Mein Gott

Was verändert der Glaube an Gott?

Das Vater Unser in sieben Schritten

Für Miriam Pawlak und Vikar Jonas Klur gibt es nichts Spannenderes als Gott. Die beiden sind Theologen aus Leidenschaft. Deshalb stellen sie sich einer ganz grundsätzlichen Frage: Was verändert es überhaupt, wenn ich an Gott glaube?

In der neuen Videoreihe "Mein Gott" gehen sie dieser Frage nach. Dafür knöpfen sich Miriam und Jonas in sieben Videos das bekannteste Gebet Vater der Christenheit vor: das Vater Unser.

Vater Unser im Himmel - Ist Gott ein Mann?

Im ersten Video geht es um die Zeile: „Vater Unser im Himmel“ und die Frage: Was bedeutet es, dass Gott als Vater angeredet wird? Heißt es auch, dass er ein Mann ist?

Die Antwort von Miriam ist klar: Dass Gott der himmlische Vater ist, bedeutet, dass jeder Mensch eine persönliche Beziehung zu ihm haben kann. Sie selbst ist vom Bild des barmherzigen Vaters geprägt, der seinen zurückgekehrten Sohn in den Arm nimmt.

Vikar Jonas ergänzt, dass Gott als himmlischer Vater jeden Menschen unbedingt will und akzeptiert. Er sagt: „Das gibt mir viel Kraft, bei all dem, was in meinem Leben geschieht“.

Geheiligt werde dein Name - Was macht Gott einzigartig?

Viele Leute finden Gott einfach langweilig – das erlebt zumindest Vikar Jonas. Doch im Vater Unser heißt es: „Geheiligt werde dein Name“. Gott muss also doch etwas Besonderes, Spannendes, Heiliges sein, wenn man dem Vater Unser glaubt. Was macht Gott also einzigartig?

Um die Frage zu beantworten, erzählen Miriam und Jonas in der zweiten Folge von „Mein Gott“, warum sie sich persönlich für Gott begeistern. Miriam erzählt, dass sie schon als Kind ihre Probleme mit Gott in einem inneren Gebet besprochen hat. Sie hat Gott ihr Herz ausgeschüttet – und als Antwort einen inneren Frieden erlebt. Doch diese intensive Gotteserfahrung können nicht alle Menschen nachvollziehen.

Deswegen geben Miriam und Jonas Tipps, Gott zu finden und sich von ihm finden zu lassen.

Dein Reich komme, dein Wille geschehe - leben
Christen fremdbestimmt?

Im Vater Unser beten Christen: „dein Reich komme, dein Wille geschehe“. Bedeutet das, dass Menschen nur dem Willen Gottes folgen und fremdbestimmt leben sollten?

Dabei ist zunächst die Frage: Was ist der Wille Gottes? Miriam und Jonas erklären, dass Gott grundsätzlich das Gute will – und wir Menschen an seinem Plan, seinem Reich mitwirken können. Miriam vergleicht daher den Willen Gottes mit einem Kompass, der in ihrem Leben die Richtung zeigen soll.

Doch so leicht ist es nicht immer mit dem Willen Gottes. Oft ist auch nicht klar, was Gott gerade von einem Menschen will. Für diese Situation empfehlen Miriam und Jonas, das Gespräch mit vertrauten Menschen zu suchen, seine eigene Situation zu reflektieren oder sich von Heiligen inspirieren zu lassen.

Wie im Himmel so auf Erden - wo ist Gott?

„Wie im Himmel so auf Erden“ – so heißt es im Vater Unser. Deshalb fragen sich Miriam Pawlak und Vikar Jonas Klur in der vierten Folge von „Mein Gott“: Wo ist Gott? Was bedeutet es, dass Gott im Himmel und auf Erden ist?

Miriam ist davon überzeugt, dass sie Gott schon gesehen hat. Zwar nicht direkt mit den eigenen Augen, aber schon im Inneren, im Herzen. Sie erzählt, dass sie Gott immer wieder findet: in der Bibel.

Vikar Jonas erzählt von einer Situation, in der er Gottes Stimme gehört hat. Er erinnert sich an den Kreuzweg beim Weltjugendtag 2005 in Köln, bei dem er ein inneres Gefühl als eine Antwort Gottes auf seine persönlichen Fragen erlebt hat. Außerdem erzählen Miriam und Jonas, wie sie Gott in ihrem Alltag suchen und erfahren.


Unser tägliches Brot gib uns heute - warum soll ich Gott
bitten und danken?

Im fünften Video der Reihe „Mein Gott“ geht es um die Bitte im Vater Unser: „Unser tägliches Brot gib uns heute“. Ein Satz, den viele Menschen nicht mehr verstehen können. Vikar Jonas Klur erinnert sich daran, wie ein Junge in der Schule zu ihm sagte: „Warum soll ich Gott bitten? Mein Vater holt das Brot aus dem Supermarkt“.

Deshalb diskutieren Miriam und Jonas darüber, wie und warum sie Gott um etwas bitten. Den beiden wird schnell klar: Es gibt Dinge, die wir Menschen nicht beeinflussen können. Die nicht in unserer Hand liegen.


Letztlich geht es den beiden um die Frage: Woher kommt alles? Woher stammt zum Beispiel die Schönheit und Kraft der Natur? Wer eine Antwort darauf findet, erhält vielleicht auch Zugang zum Bitten und Danken.


Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern - Verzeiht Gott alles?!

Grätsche, Foul, Entschuldigung. Und weiter geht’s. Anhand eines Beispiels aus einem Fußballspiel erklärt Vikar Jonas Klur, dass Entschuldigung nicht gleich Entschuldigung ist. Es kommt darauf an, wie ernst die Entschuldigung gemeint ist – und ob das Gegenüber sie annimmt. „Sonst geschieht keine Versöhnung“, sagt Jonas.
 
In der sechsten Folge der Serie „Mein Gott“ geht es um die Zeile aus dem Vater Unser: „Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“. Dabei gehen Miriam und Jonas auch über alltägliche Situationen hinaus und fragen sich: Was ist nicht zu verzeihen? Muss ich einem Menschen, der ein Kind missbraucht hat, vergeben? Und: Vergibt Gott alles?


Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen - Gibt es den Teufel?

Eine rote Person, zwei Hörner, Pferdefüße – so wird der Teufel als Inbegriff des Bösen häufig dargestellt. Im siebten und letzten Video der Reihe „Mein Gott“ beschäftigen sich Miriam Pawlak und Vikar Jonas Klur damit, was das Böse ist und wie es in der Welt wirkt. Auch in Gestalt des Teufels?

Ausgehend von der Zeile im Vater Unser „Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen“ erzählt Miriam, welche Versuchungen sie in ihrem Leben spürt. Sie stellt fest: Das Böse ist einfach da, es lässt sich nicht abschalten oder ausblenden. Das bedeute aber nicht, dass Menschen dem Bösen schutzlos ausgeliefert sind. Gott ist ja auch noch da.

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