Ein Kirchturm mit dem Kreuz ragt in den Himmel.
Ein Kirchturm mit dem Kreuz ragt in den Himmel.
22.11.2019

Exklusiv

Sonntagsmesse als Beziehungspflege

Serie "Meine Kirche" - Sebastian Aloisi, Informatik-Student und KHG-Mitglied in Dortmund

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von Tobias Schulte

Wie kommen junge Menschen mit Gott in Berührung? Was kann die Kirche ihnen bieten? Diese Fragen beschäftigen uns nicht nur bei YOUPAX, sondern in der ganzen katholischen Kirche. Sie könnten entscheidend sein, damit die Kirche im Erzbistum Paderborn wirklich den Menschen dient. Deshalb fragen wir in der neuen Serie "Meine Kirche" jede Woche neue junge Erwachsene aus (Hochschul-)Gemeinden und Jugendverbänden, was für sie die Kirche der Zukunft ausmacht.

Diese Woche: Sebastian Aloisi, 26 Jahre alt. Er studiert Informatik in Dortmund, wohnt dort und ist in der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) aktiv.

Sebastian Aloisi
Sebastian Aloisi

»Vielleicht ist die Sonntagsmesse (auf den ersten Blick) nicht so spektakulär wie andere Formen des Gottesdienstes, und doch steht sie im Kontext in einem Großen und Ganzen.«

Sebastian Aloisi
Informatik-Student und KHG-Mitglied in Dortmund

Welche Form von Gebet oder Gottesdienst gibt dir persönlich Kraft, Ruhe, ein Stück von Gott?

Für mich ist es eine Mischung. Ich mag sowohl althergebrachte Gebetsformen wie den Rosenkranz als auch modernere Angebote wie zum Beispiel bei Nightfever.
Als Gottesdienstform bevorzuge ich die sonntägliche Eucharistiefeier. Auch, wenn ich manchmal gar nicht so viel Lust darauf habe, hinzugehen, habe ich noch nie bereut, doch hingegangen zu sein.
Vielleicht ist die Sonntagsmesse (auf den ersten Blick) nicht so spektakulär wie andere Formen des Gottesdienstes, und doch steht sie im Kontext in einem Großen und Ganzen. Ich sehe sie auch als Symbol für die Beziehung und die Gemeinschaft, die ich mit Gott und seiner Gemeinde pflege. Wie alle Beziehungen ist auch diese der Pflege bedürftig, und daher gehört der Sonntagsgottesdienst für mich dazu.


Welche Art der Begleitung sollte Kirche ausbauen?

In der Begleitung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen steckt noch viel Entwicklungspotenzial. In einer Lebensphase, in der bei vielen noch nicht alles feststeht, und in der bei vielen noch flexible Umstände herrschen, muss Kirche anders im Alltag junger Menschen präsent sein. Allerdings weiß ich nicht, wie ein gutes Konzept zur Begleitung junger Menschen aussehen würde.


Welche Gemeinschaftsformen sollte Kirche ausbauen?

Ich denke, dass es spezielle Formen der Gemeinschaft für junge Menschen braucht – doch dadurch darf keine Blase entstehen, sodass junge Kirche nur für sich existiert. Ich schätze zum Beispiel an Nightfever, dass dort eine moderne Form der Anbetung auf das reiche Erbe der Tradition, die wir als Kirche haben, trifft. Ich denke, dass in diesem Geist viel möglich ist. Man muss das Rad nicht neu erfinden, aber man sollte auch nicht ewig dasselbe Programm fahren.

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