Ein Kirchturm mit dem Kreuz ragt in den Himmel.
Ein Kirchturm mit dem Kreuz ragt in den Himmel.
13.12.2019

Exklusiv

Samstags feiern, sonntags Messe dienen

Serie "Meine Kirche" - Sven Kothenschulte, Messdienerleiter in Werl

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von Tobias Schulte

Wie kommen junge Menschen mit Gott in Berührung? Was kann die Kirche ihnen bieten? Diese Fragen beschäftigen uns nicht nur bei YOUPAX, sondern in der ganzen katholischen Kirche. Sie könnten entscheidend sein, damit die Kirche im Erzbistum Paderborn wirklich den Menschen dient. Deshalb fragen wir in der neuen Serie "Meine Kirche" jede Woche neue junge Erwachsene aus (Hochschul-)Gemeinden und Jugendverbänden, was für sie die Kirche der Zukunft ausmacht.

Diese Woche: Sven Kothenschulte. Der 20-Jährige lässt sich zum Kaufmann für Büromanagment bei der Stadt Unna ausbilden. In seiner Heimat Werl ist er als Messdienerleiter und Küster aktiv.

»Ich glaube, dass ich nicht so tief im Glauben verwurzelt wäre, wenn wir uns in der Gruppe so nicht zusammengefunden hätten.«

Sven Kothenschulte
Messdienerleiter in Werl

Sven Kothenschulte
Sven Kothenschulte

Welche Form von Gebet oder Gottesdienst gibt dir persönlich Kraft, Ruhe, ein Stück von Gott?

In spontanen Meditationen finde ich Ruhe mitten im Alltagsstress. Dabei finde ich wichtig, die Meditation auf einfache Alltagssituationen zu beziehen. Mir wird dann erst immer bewusst, wo Gott wirklich überall ist und was er alles tut, damit es mir und uns allen gut geht.
Besonders bei Anbetungen und tiefen Glaubensgesprächen spüre ich, wie Gott bei mir ist. Vor Gott kann ich eigentlich immer Kraft sammeln. Ich weiß, dass er immer da ist. Er weiß alles, bevor ich es selbst weiß – er gibt mir die Kraft, alles durchzustehen. Gott ist immer für uns da – dieser Gedanke baut mich immer ein wenig auf, wenn es nicht so gut läuft, wie es eigentlich sollte.

Welche Art der Begleitung sollte Kirche ausbauen?

Die Kirche sollte die persönlichen Gespräche mit den Gemeindemitgliedern weiter aufbauen. Der Priestermangel und ein höherer Verwaltungsaufwand scheinen den persönlichen Kontakt jedoch zu erschweren. Für viele Gemeindemitglieder ist es viel schöner, wenn die Priester, Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten nicht immer zeitlich unter Druck stehen und bei einem persönlichen Gespräch schon den nächsten Termin im Kopf haben.


Welche Gemeinschaftsformen sollte Kirche ausbauen?

Für mich ist es einfach schön, die Gemeinschaft mit anderen Jugendlichen im Glauben zu erleben. Aktuell sind wir in Werl eine große Gruppe, die wirklich den Glauben lebt und vertieft, aber auch privat sehr viel miteinander macht. Ich glaube, dass ich nicht so tief im Glauben verwurzelt wäre, wenn wir uns in der Gruppe so nicht zusammengefunden hätten. Viele von uns "arbeiten" gleichzeitig auch noch als Lektor und Messdiener, was uns zeigt, dass wir eine große Verantwortung zugeteilt bekommen, die auf großem Vertrauen beruhen muss.
Es macht Spaß, in der Messe zu dienen, vor allem, wenn alle zusammen samstags auf einem Geburtstag waren und dann mehr oder weniger fit am Sonntagmorgen am Altar stehen. Dieses Gemeinschaftsgefühl stärkt mich persönlich sehr.

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