Etwa 250 Ministranten feiern den Messdienertag
27.05.2018

Miteinander

Viel Spaß und Action für über 250 Ministranten

Der Messdienertag in Hardehausen ist ein voller Erfolg

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von Till Kupitz

Es klingt fast wie in einem Fußballstadion: Über 250 Ministranten, alle in ihr Gewand gekleidet, rufen freudig während der Heiligen Messe in der voll besetzten Jugendkirche in Hardehausen lautstark durcheinander - fast wie der Jubel nach einem Tor.

Es ist Messdienertag, zum ersten Mal im Jugendhaus Hardehausen. Und zu Beginn des Gottesdienstes, der das Ende eines ereignisreichen und spannenden Tages bildet, will Diözesanjugendpfarrer Stephan Schröder die Meinung derer einholen, die an diesem besonderen Tag im Mittelpunkt standen. Solle der Messdienertag in Zukunft wiederholt werden? Die Antwort der Ministranten ist deutlichund laut: 'Klar, auf jeden Fall!'

Beim "Taschen batiken" ist Kreativität gefragt.
Mit dem Traktor geht's vom Bauernhof aus über das Gelände.
Ministrant Jakob kann beim Graffiti kreativ sein.

Action, Kreativität, Spirituelles

Schon am Vormittag zeigt sich, wie viel Spaß die Ministranten bei zahlreichen Workshops auf dem Gelände in Hardehausen haben. Jeder konnte sich im Vorfeld eine von zwölf Aktivitäten aussuchen: Von Graffiti und Hip-Hop-Tanzen über die Mitarbeit auf dem Jugendbauernhof bis hin zur Erkundung der neuen Jugendkirche.

In kleinen Gruppen marschieren die Ministranten bei strahlendem Sonnenschein zu ihren Workshops. Helfer und Betreuer geben ihnen das nötige Wissen mit auf den Weg - dann sind die Ministranten selbst dran.

Sie entwerfen ihre eigenen Graffitis, drucken ihr Lieblingsbild auf Holz oder basteln aus vermeintlichem Müll, wie beispielsweise einer Chipsdose, neue, nützliche Gegenstände wie einen Handyhalter. Mal wird ganz konzentriert und still gearbeitet, dann wieder laut gelacht. Alle genießen die Gemeinschaft und das Beisammensein und sind froh, dass die Dekanate Höxter, Paderborn und Büren-Delbrück zusammen mit dem Jugendhazs den Messdienertag ins Leben gerufen haben.

»Ich finde es toll, dass Ministranten aus so vielen Gemeinden zusammenkommen und einfach einen schönen Tag zusammen verbringen. Man kommt auch mal mit anderen Ministranten in Kontakt, mit denen man sonst nichts zu tun hat. Und es gibt richtig tolle Angebote.«

Ministrant Jakob aus Delbrück

Bild

Mit zehn anderen Ministranten entwirft er sein ganz eigenes Kunstwerk und freut sich, dass er sich kreativ ausleben kann. Schnell kommen die Kinder und Jugendlichen untereinander ins Gespräch, lernen sich kennen und bewältigen ihre Aktivitäten zusammen. "Mir gefällt dieses Gemeinschaftsgefühl, man ist nie alleine", sagt auch Luisa aus Lüchtringen.

Neben Action und Kreativität bilden spirituelle Angebote an diesem Tag einen weiteren Schwerpunkt. Der neunjährige Frederik hat sich zusammen mit seinem Kumpel für eine Klosterführung entschieden, weil er darüber noch mehr wissen wollte: "Ich würde auf jeden Fall wieder kommen", sagt er mit einem Grinsen im Gesicht.

Beim Kistenklettern geht's hoch hinaus.
Beim Kistenklettern geht's hoch hinaus.

Eine große Gemeinschaft

Am Nachmittag stehen beim Klosterspektakel vor allem Spiel und Spaß im Vordergrund. Die Ministranten können sich, in dicke Anzüge gehüllt, als waschechte Sumoringer ausprobieren, auf Kisten in die Höhe klettern oder eine menschliche Kicker-Mannschaft bilden. Wohin man auch sieht, sind Freude und Begeisterung in den Gesichtern der Ministranten zu sehen. Wer sich genug ausgepowert hat, kann bei Musik und Getränken in einer Lounge oder dem Schatten der Bäume entspannen. Alle genießen die gemeinsame Zeit.

»Viele Ministranten erleben sich sonst vor Ort in den Gemeinden eher als kleinere Gemeinschaften. Aber hier jetzt mit über 250 Ministranten einen Tag gemeinsam zu erleben mit viel Spaß und Freude - das ist ein starkes Zeichen.«

Diözesanjugendpfarrer Stephan Schröder

Der Abschlussgottesdienst mit 250 Ministranten in der Jugendkirche.
Der Abschlussgottesdienst mit 250 Ministranten in der Jugendkirche.

Ein ebenso starkes und schönes Zeichen ist es auch, als alle Ministranten in ihren Gewändern zum Abschluss gemeinsam in die Kirche einziehen und den Gottesdienst feiern. Es wird laut mitgesungen und während der Lieder geklatscht. Diözesanjugendpfarrer Schröder erinnert in seiner Predigt daran, dass alle Ministranten wie ein Fußballteam sind, sie alle gehören zur "Mannschaft Gottes".

An Tagen wie diesem, stellt Jakob aus Delbrück fest, "bekommen auch andere Leute mal mit, dass Kirche gar nicht  langweilig ist. Es ist schön und bietet eine tolle Gemeinschaft." Wer das laute Rufen der Ministranten nach einer Wiederholung gehört hat, weiß, dass die Gemeinschaftsgefühl nicht nur Jakob gefallen hat.

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