Jugend startet Bongo-Flava-Hip-Hop und Fußball-Aktion für Tansania
19.10.2015

Jugend startet Bongo-Flava-Hip-Hop und Fußball-Aktion für Tansania

missio-Jahresaktion 2015 mit Pater Sylvanus Kessy OSB in Paderborn

Von Dirk Lankowski

„Verkündet sein Heil von Tag zu Tag“ (Psalm 96,2) lautet das Leitwort der missio-Jahresaktion 2015. Was bedeutet Verkündigung heute in einem afrikanischen Land wie Tansania? 50 Jahre nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil geben Männer und Frauen der Kirche Tansanias als Gäste der diesjährigen missio-Aktion mit ihrem Handeln und ihren Überzeugungen Antworten auf diese Frage. Zeuge ist auch Pater Sylvanus Kessy OSB, Benediktiner der Abtei Ndanda in Tansania, der vor allem mit den Jugendlichen im Erzbistum zusammentreffen wird.

Pater Sylvanus Kessy OSB wird vom 18. bis 25. Oktober vor allem im Dekanat Paderborn bei verschiedenen Veranstaltungen von der aktuellen Situation in seinem Heimatland Tansania berichten. Einer der Höhepunkt der missio-Jahresaktion wird die Jugend-Benefizaktion „Made in Tanzania“ am Samstag, 24. Oktober, ab 11 Uhr in der Paderborner Innenstadt sein. Bei diesem Event kann mit Bongo-Flava-Hip-Hop und einer internationalen Fußball-Aktion in die Lebenswelt tansanischer Jugendlicher eingetaucht und mit Treffsicherheit am runden Leder geholfen werden. Am Vorabend findet mit Pater Sylvanus Kessy OSB um 19 Uhr in der Paderborner Heilig-Kreuz-Kirche ein Jugendgottesdienst statt. Außerdem wird der missio-Gast auch zum YOUNG-MISSION-Weekend im Jugendhaus Hardehausen reisen und dort die rund 150 Jugendlichen besuchen.

Als zentrale Veranstaltung für das Erzbistum Paderborn findet am Donnerstag, 22. Oktober, mit Weihbischof Matthias König ein „Fest der Weltkirche“ im Missionshaus in Neuenbeken statt. Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr mit einem Festgottesdienst mit Weihbischof König und Pater Sylvanus. Im Anschluss wird Pater Sylvanus von seinen Erfahrungen in der Seelsorge einer Großpfarrei berichten, unter anderem flankiert von Informationsständen weltkirchlicher Initiativen, einer Tansania-Multimediashow und einem Kulturprogramm.

Flyer Jugendaktion

Millionen Menschen sind am „Sonntag der Weltmission“, der jedes Jahr im Oktober gefeiert wird, im Gebet miteinander verbunden. In allen katholischen Gemeinden der Welt wird an diesem Tag Kollekte für die ärmsten Diözesen gehalten. Der Sonntag der Weltmission ist die weltweit größte Solidaritätsaktion der Katholiken. Hilfe und Solidarität wird dringend gebraucht: Von den weltweit rund 2.500 Diözesen der katholischen Kirche befindet sich fast die Hälfte in Ländern, die wie Tansania zu den ärmsten der Welt gehören. 

Als Prior der Benediktinerabtei in Ndanda ist Pater Sylvanus Kessy OSB ständig in Bewegung. Zugleich ist er Pfarrer einer Gemeinde mit 14.000 Katholiken, die auf einem 157 Quadratkilometergroßen Gebiet 50 „kleine Christliche Gemeinschaften“ umfasst. Auch bei seiner Arbeit als Seelsorger muss er also lange Pater Sylvanus Kessy OSBStrecken zurücklegen. Daneben kümmert sich der Ordensmann um die Finanzierung vieler Projekte der Abtei, die von deutschen Missionaren im Süden Tansanias gegründet wurden.

Tansania prägt mit seinen Naturwundern – dem Kilimanjaro-Bergmassiv, der Serengeti-Savanne und der Tropeninsel Sansibar – wie kein anderes das Afrikabild vieler Menschen in Deutschland. Seit seiner Gründung im Jahr 1964 zählt es zu einem der wirtschaftlich und politisch stabilsten Länder in der Region. Dennoch gehört das ostafrikanische Land zu den ärmsten Ländern der Welt. Der Einfluss radikalisierter islamistischer Gruppierungen gefährdet darüber hinaus das bislang friedliche Klima in Tansania. Ndanda, wo sich die Abtei von Pater Sylvanus befindet, ist bis heute mit Kindergärten, Haushaltungsschulen, Werkstätten aller Art und einem angeschlossenen Krankenhaus ein Motor für die Entwicklung in der ganzen Region. Zu dieser Entwicklung zählt beispielsweise auch das UZIMA-Projekt, das HIV-positive Menschen begleitet. „UZIMA“ ist Suaheli und bedeutet so viel wie „Leben in Fülle“. Das Projekt ermöglicht kostenlosen Zugang zu Medikamenten und eine umfassende Betreuung und wird vom Internationalen Katholischen Missionswerk missio unterstützt.

Weitere Informationen gibt es bei missio-Diözesanreferentin Magdalena Onyango (mgdlnnyngrzbstm-pdrbrnd, Tel.: 05251-125 1536).

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