Großen Zuspruch hat das junge Glaubensnetzwerk go4peace für sein Angebot "navi4life "beim 104. Katholikentag in Würzburg erfahren. Unter dem Motto „firm fürs Leben“ lud der Stand auf der Kirchenmeile junge Menschen, Familien und Erwachsene dazu ein, über das eigene Leben, persönliche Entscheidungen und den Frieden nachzudenken. Schon vor der offiziellen Öffnung kamen die ersten Jugendlichen vorbei und beteiligten sich an der „Umfrage zu deinem Leben“. Am Ende hatten 560 Besucherinnen und Besucher ihre Antworten auf dem Umfragetableau hinterlassen.
Im Mittelpunkt stand der navi4life-Erlebnisparcours „Navigier dich ins Leben!“. Mit Headset ausgestattet, gingen junge Menschen allein durch verschiedene Räume. Das Audio begleitete sie dabei mit Impulsen, Fragen und Ermutigungen. Es lud dazu ein, innezuhalten, eigene Entscheidungen wahrzunehmen und über Freiheit, Verantwortung und den persönlichen Lebensweg nachzudenken. Insgesamt absolvierten 207 Personen den Parcours. Mehr war in den drei Tagen nicht möglich: Der Stand war durchgehend ausgelastet.
Besonders eindrücklich waren die Rückmeldungen der Jugendlichen. Viele kamen sichtbar bewegt und strahlend aus dem Parcours zurück. Ein 15-Jähriger sagte: „Im Parcours konnte ich darüber nachdenken, was eigentlich meine eigene Meinung ist – und dass man seinen eigenen Weg gehen darf.“ Eine junge Frau, 20 Jahre, formulierte: „Der Parcours macht Mut, den eigenen Entscheidungen zu vertrauen.“ Andere beschrieben das Angebot als „inspirierend“, „ermutigend“, „beruhigend und entspannend“ oder hielten fest: „Ich bin einmalig.“
Neben dem Parcours konnten Besucherinnen und Besucher selbst aktiv werden. Für Kinder, Jugendliche und Familien gab es die Möglichkeit, einen kleinen „Friedensmahner“ zu basteln: einen Holzstab mit Friedensschildern und dem Wunsch „Frieden auf Erden“ in verschiedenen Sprachen. Jugendliche aus Gemeinden in Kamen und Dortmund unterstützten die Aktion und leiteten Kinder und Jugendliche an. Insgesamt entstanden 340 Friedensmahner, die nun in vielen Häusern und Wohnungen an den Frieden erinnern.
Außerdem stellte go4peace das neue erfahrungsbezogene Konzept „firm4life“ vor. Es richtet sich an die Vorbereitung auf Firmung und Konfirmation und verbindet die Erfahrungen aus Logbüchern, dem Online-Kurs „Mit Jesus im Boot“ sowie Kurzvideos zu den Gaben des Heiligen Geistes. Viele Haupt- und Ehrenamtliche zeigten großes Interesse, weil sie nach neuen Wegen für die Firm- und Konfirmationsvorbereitung suchen. Besonders positiv aufgenommen wurden der Bezug zum Alltag der Jugendlichen, die spirituellen Impulse und der ausgearbeitete „Parcours der Versöhnung“ für den heimischen Kirchenraum. 62 Konzeptmappen wurden ausgegeben, 40 Interessierte trugen sich für eine anschließende Videokonferenz ein.
Auch die Give-aways fanden großen Zuspruch: 1.500 „Friedensstifte für Friedenstifter*innen“, 450 Notizblocks mit Informationen zu navi4life sowie Gebetskärtchen, Pflanzsticks, Armbänder und weitere kleine Artikel wurden verteilt. Insgesamt verzeichnete der Stand rund 2.000 Besucherkontakte.
Das Team zeigte sich überwältigt von der positiven Resonanz. Viele lobten die Gestaltung des Standes, die ästhetische Außenwirkung, den aufwendig produzierten Audio-Parcours und das Engagement für junge Menschen. Bei der Schlussabnahme nach dem Abbau sagte ein Verantwortlicher der Kirchenmeile: „Euer Stand war auffallend anders. Bei euch war immer was los.“
Das Motto des Katholikentags lautete „Hab Mut, steh auf!“ Für navi4life passte das besonders gut: Das Projekt steht unter dem Leitwort „Steh auf und geh los!“ Genau das hat das Team in Würzburg getan – und ist mit großer Dankbarkeit, Freude und vielen ermutigenden Begegnungen nach Hause zurückgekehrt.