Acht Workshops für ein Hallelujah
09.06.2013

Acht Workshops für ein Hallelujah

Religiöses Liederfest in Hardehausen

„Einen wunderschönen guten Abend wünscht Ihnen Ihr Radio Mittelwelle Hardehausen! Ich heiße Sie herzlich willkommen zur großen Workshop-Präsentation an diesem Samstag!“ Als Udo Reineke mit zugedrückten Nasenflügeln und Quäkstimme seine 78-köpfige Workshopgruppe des Religiösen Liederfests begrüßt, herrscht im Großen Saal des Jugendhauses in Hardehausen eine Bombenstimmung. Wie ein Radiomoderator wolle er heute durch den Abend führen, erklärt der Referent. Als der Chor unter der Leitung von Jan Schuhmacher als erster Act angesagt wird, branden Applaus und Jubelrufe los. Der große Liederfest-Abend kann beginnen.

Seit Freitagabend hat die bunte Teilnehmergruppe im Alter zwischen 12 und 50 Jahren musiziert – und ist zu einer tollen und fröhlichen Gemeinschaft zusammengewachsen. In acht Workshopgruppen wurden Gesang, Blasinstrumente und Percussion geprobt, die nun bei der Präsentation in größeren Gruppen zusammen auftreten. Während der Chor in wunderbar sanften Harmonien das Lied „You’ll be in my heart“ aus dem Musical „Tarzan“ präsentiert, berichtet Udo Reineke im Flüsterton: „Die Stimmung in der Gruppe ist einfach super! Wir haben eine total unverkrampfte Atmosphäre, weil es nicht um Leistung geht, sondern darum, sich auszuprobieren.“

Aus dem ganzen Erzbistum sind Musikgruppen angereist: Der Kreis Höxter ist mit den Orten Riesel und Bühne gut vertreten, einige Teilnehmer sind aus Menden und Kirchhundem im Sauerland gekommen und auch aus Rheda-Wiedenbrück, Rietberg und Bielefeld haben sich viele auf den Weg gemacht.

Neben den Zielgruppen der Bands und Chöre, die das Liederfest jedes Jahr aufs Neue einlädt, wurden dieses Mal auch die Musikkapellen des Erzbistums in den Fokus genommen. Dadurch ist erstmalig auch ein Bläserworkshop zustande gekommen, sogar Blockflöten sind dabei. Als die letzten Töne von „The lion sleeps tonight“ aus den Querflöten, Trompeten, Saxophonen und Blockflöten erklingen, klingt etwas anderes weiter: Das Publikum aus den anderen Workshops summt, singt und pfeift die bekannte Melodie begeistert weiter, danach wieder tosender Applaus.

Das Jugendhaus Hardehausen bietet mit dem Religiösen Liederfest ein Wochenende für die kirchliche Jugend- und Gemeindearbeit, an dem man neue Lieder und Möglichkeiten kennen lernen kann, um die heimischen Kirchenmauern beim Gottesdienst zum Beben zu bringen. Die 20-jährige Alina Ischer aus Bühne ist schon zum zweiten Mal dabei und erzählt kurz nach ihrem Auftritt: „Das Wochenende gefällt mir wieder sehr gut. Die Stücke sind total interessant!“ Auch Roman Klare hat am Bläserworkshop teilgenommen: „Die Lieder sind echt total gut. Wir haben im Workshop viel geprobt und die Stimmung war immer super, wir haben viele Witze gerissen“, erzählt er und grinst, als er an den zurückliegenden Tag denkt.

Der 13-jährige Philipp Hengst ist auch „Wiederholungstäter“: „Ich habe letztes Jahr schon teilgenommen und mich dieses Jahr wieder angemeldet, weil es so viel Spaß gemacht hat.“ Nach den „New Kids on the Blockflöte“, wie Udo Reineke in gewohnt wortwitzelnder Manier den Bläserworkshop getauft hat, ist Philipp mit seinem Percussion-Workshop an der Reihe. Zu den mitreißenden Rhythmen von Trommel, Rassel und Cajón stimmt Workshopleiter Papillon Gospels an, es schallen „Hallelujahs“, „Amens“ und „Kumbajahs“ aus knapp 80 Kehlen.

Dass die Begeisterung von diesem Wochenende sicherlich noch lange anhält, scheint allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sonnenklar zu sein: Wen man auch fragt, für jeden ist die Anmeldung zum Liederfest im nächsten Jahr ein absolutes Muss.

Mix

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