Verdienen Tiere als Geschöpfe Gottes nicht vielmehr von unserem Respekt?
14.10.2020

Seelenstärker

Haben Tiere eine Seele?

Verdienen Tiere als Geschöpfe Gottes nicht vielmehr von unserem Respekt?

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von Helena Schmidt

In der 100. Jubiläumsfolge des Seelenstärkers geht es ausnahmsweise mal nicht um die menschliche Seele, sondern Nils Petrat und Melina Sieker widmen sich der Frage, ob Tiere eigentlich eine Seele haben?

Die Frage nach dem Wohl der Tiere ist eine drängende Frage: Verdienen Tiere als Geschöpfe Gottes nicht vielmehr von unserem Respekt? Und muss das nicht für das Huhn und das Schwein, die viel zu oft unter grausamen Bedingungen gehalten werden, genauso gelten, wie für unser geliebtes Haustier?

Denn wer selbst ein Haustier hat, wird die Frage nach der Seele des Tieres vermutlich positiv beantworten. Über die Seele geschieht Kommunikation, über die Seele entsteht eine Beziehung. Und dass die Menschen, die ein Haustier haben, eine sehr innige Beziehung zu ihrem Tier haben, steht außer Frage. Wenn das eigene Haustier verstirbt, ist das oft, besonders für Kinder, ein einschneidendes Erlebnis. Ganz selbstverständlich wird das Haustier beweint, betrauert und begraben.

Warum fügen wir Tieren Leid zu?

Warum ist es dann aber genauso selbstverständlich, dass Tiere wie beliebige Ware behandelt werden und als Nutztiere unter teils grausamen Bedingungen gemästet und aufgezüchtet werden? Warum fügen wir Menschen den Tieren, obwohl sie wie wir Schmerz und Lebensfreude empfinden können, solches Leid zu? Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass auch das Christentum in Bezug auf das Tierwohl keine rühmliche Geschichte hat. 

Wir sollten alle Tiere lieben - nicht nur unsere Haustiere

Warum sich das dringend ändern sollte? 

Es widerspricht einer liebenden Haltung gegenüber der Schöpfung, wenn wir das unermessliche Leid von beseelten Wesen, also Tieren, billigend in Kauf nehmen. Das ungezügelte, hemmungslose Ausnutzen von Tieren für menschliche Zwecke widerspricht dem Selbstzweck aller Geschöpfe, den Papst Franziskus hervorhebt.

Er stellt fest, dass alle Geschöpfe einen Platz im Himmel erwarten dürfen, einen „Zustand leuchtender Verklärung“ (Enzyklika „Laudato Si“) – die Frage also, ob Tiere in den Himmel kommen, kann mit „Ja“ beantwortet werden!

Und abgesehen davon: Wir Menschen tragen eine Verantwortung für unsere Umwelt, für die Schöpfung und für alle Lebewesen. Dieser Verantwortung sollten wir gerecht werden.

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