Eine brennende Kerze hinter der ein Lichtermeer erstrahlt.
15.12.2020

Seelenstärker

Stell dir vor, an Weihnachten...

Ein Gedankenexperiment für ein verändertes Fest 2020

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von Helena Schmidt

Es geht auf Weihnachten zu. Gefühlt höre ich jetzt wieder von allen Seiten: „Ich habe noch gar nicht alle Geschenke zusammen. Was verschenke ich denn bloß?“ Die Frage lässt sich durch den härteren Lockdown ab morgen nicht leichter beantworten.

Wie machst du das? Bekommt jeder ein Geschenk oder wichtelt ihr innerhalb der Familie? Jede Familie kennt die ganz eigenen Traditionen und Themen rund um den Weihnachtsbaum.

Wagen wir ein kurzes Gedankenexperiment: Stell dir vor, an Weihnachten würde es darum gehen, wie Jesus Mensch geworden ist. Jesus, der als kleines Kind auf diese Welt kommt. Einfache Verhältnisse sind die pure Realität: ein Stall.

Ein Minimum an Weihnachten

Ich frage mich: Wie könnte unsere Tradition aussehen, wenn es darum ginge, sich klein zu machen? Das Gewohnte hinter sich zu lassen und mit einem Minimum Weihnachten zu feiern?

Es würde nicht um Geschenke und Konsum gehen. Es würde vielleicht ein selbstgebackenes Brot geben, aber kein übertriebenes Festessen. Im Vordergrund würde stehen, sich den Frieden zu wünschen.
Kannst du dir eine solche Art von Weihnachten vorstellen?

Mir fällt es eher schwer. Ich verschenke gern das ein oder andere an liebe Freunde oder Familienmitglieder. Traditionen aus Kindheitstagen möchte ich nicht missen. Und trotzdem finde ich: Es bleibt ein interessanter Gedanke.

An Grenzen stoßen

Wenn ich an Weihnachten denke, fällt mir noch ein anderes Stichwort ein: Verantwortung. Eventuell bist du auch an einen Jugendverband angegliedert und kennst den Kampf des Lieferkettengesetzes. Beim Lieferkettengesetz geht es um einen fairen gesetzlichen Rahmen für die Produktion von Waren. Das bedeutet: Unternehmen, die Schäden an Mensch und Umwelt in ihren Lieferketten verursachen oder in Kauf nehmen, müssen dafür haften – und wer zu Schaden kommt, kann ein Unternehmen dafür zur Rechenschaft ziehen.

Ein wichtiges und richtiges Gesetz, wie ich finde, auch wenn es nicht mal eben so realisierbar ist. Kommt es für dich auch infrage, sich damit auseinanderzusetzen? Denn selbst der Versuch, nur regionale, in Deutschland oder fair produzierte Produkte zu kaufen, stößt meist an Grenzen. Irgendwann im System braucht es ein Teil oder Arbeitskraft aus prekären Arbeitsbedingungen.

Wie wäre es also mit einem weiteren Umdenken? Mein Drehpartner beim Seelenstärker hat mir vorgeschlagen, bereits gelesene Bücher an Weihnachten zu verschenken. Finde ich eine schöne Idee, Second Hand ist doch moderner denn je. Vielleicht kannst du auch etwas upcyclen oder weitergeben.

Viel Freude beim Verschenken oder bewusst reduziertem Weihnachtsfest. Und vielleicht bleibt unser kleines Gedankenexperiment nicht nur ein Gedanke!

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