Zwei Frauen umarmen sich tröstend.
Zwei Frauen umarmen sich tröstend.
17.11.2020

Seelenstärker

Was tröstet?

Eins ist sicher: Für Gott ist Leid nicht fremd

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von Melina Sieker

November. Ich denke an schummeriges Licht, kürzer werdende Tage und frostiges Wetter. Dazu kommt noch, dass der November der Monat ist, in dem wir Feiertage wie Allerheiligen und Allerseelen begehen. Im November ist mir oft nach Trost zu Mute, nach Aufmunterung und einer Umarmung eines lieben Menschen. Das Dasein von Menschen, die bei Herzschmerz oder Krankheit meine Hand halten und mitfühlen, lassen mich schwierige Zeiten besser durchstehen.

Trost drückt aus, dass Menschen zueinander halten, sich miteinander verbünden! Aber: In diesem November, mitten im Lockdown, in dieser Corona Krise, in der wir besonders nach Trost suchen, wird uns viel Zwischenmenschliches genommen. Aus Solidarität halten wir Abstand und die Reduzierung der Kontakte führt dazu, dass uns unsere lieben Menschen besonders fehlen.

Viele, auch ich, ziehen aus ihrer Gottesbeziehung und ihrem Glauben Halt und Trost. Vielleicht jetzt noch mehr als sonst. Biblische Texte werden in diesen Tagen lebendiger als je zu vor für mich. Die Bibel ist ein Buch voller Geschichten, die uns immer wieder sagen: Fürchtet euch nicht!

»Die Bibel erzählt von Menschen, die über ihr Leid und ihre Trauer klagen. Die Bibel gibt ihnen eine Stimme. Ich empfinde es als tröstend, dass Gott Leid nicht fremd ist.«

Melina Sieker
aus dem Seelenstärker-Team

Die Bibel erzählt von Menschen, die über ihr Leid und ihre Trauer klagen. Die Bibel gibt ihnen eine Stimme. Ich empfinde es als tröstend, dass Gott Leid nicht fremd ist. Gott bleibt im Leiden an meiner Seite, all meine Trauer und Wut, meine Zweifel und meine Ohnmacht haben ihren Platz. Ich wüsste nicht, wie ich beten könnte, wie ich im Gespräch mit Gott sein könnte, wenn ich mir dessen nicht sicher wäre.

Benedikt Körner und ich, Melina Sieker, möchten in dieser Novemberwoche aber nicht nur gemeinsam auf die Momente blicken, in denen wir Trost brauchen, sondern wir blicken auch auf die Themen Himmel und Hoffnung. Denn genauso wie die vielen nachdenklichen und schmerzlichen Momente im November dazugehören, dürfen wir spüren, es liegt auch eine Chance darin, sich mit diesen Themen bewusst auseinanderzusetzen. Dinge neu zu ordnen. Und vor allem: Die Hoffnung nicht aus dem Blick zu verlieren und sie weiterzugeben, wenn auch nicht immer auf persönlichem Wege.

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