Dialog von jungen Christen und Muslimen
02.02.2016

Dialog von jungen Christen und Muslimen

KjGler diskutieren mit jungen Muslimen über Integration in Deutschland

Mit Spannung trafen sich sieben junge Christen am späten Sonntagnachmittag vor der Moschee in Schwerte, wo sie von jungen Muslimen des Jugendverbandes der muslimischen Gemeinde sehr herzlich mit Tee und Kuchen empfangen wurden. In offener Atmosphäre startete anschließend ein Austausch über typische Stammtischparolen. „Es gibt so viele Vorurteile und es wird so vieles miteinander vermischt, gerade in der Flüchtlingsthematik, das ist wirklich erschreckend“, beschrieb Jan Jürgens, Diözesanleiter der Katholischen jungen Gemeinde (KjG), die Motivation für diesen Austausch. Eines dieser Vorurteile ist die Verbindung zwischen dem Tragen von Kopftüchern und der Unterdrückung von Frauen. „Das Kopftuch steht nicht für mangelnde Emanzipation, sondern für gelebten Glauben und wird von Frauen aus freier Entscheidung heraus getragen“ erklärte Eda Cimsit, Sprecherin der muslimischen Jugend, ihre Position. „Man darf Religion nicht mit Kultur gleichsetzen, und die Unterdrückung von Frauen kann unabhängig von Religion vorkommen.“

Im zweiten Teil des Themenabends hielt Eda einen Impulsvortrag darüber, wie Muslime ihren Glauben praktizieren. Anschließend wurde in zwei Kleingruppen erarbeitet, wie Muslime und Christen gemeinsam beten und feiern können. Das wurde im abschließenden Friedensgebet direkt in die Praxis umgesetzt.

„Was mich sehr beeindruckt hat: wir haben nicht übereinander geredet sondern miteinander, es war ein guter Dialog“ erklärt Anna Hans, Diözesanleiterin der KjG. Die jungen Christen und Muslime freuen sich auf weitere Austauschtreffen im Sinne des Jahresthemas des KjG-Diözesanverbands Paderborn: „Grenzenlos – Alle.Gemeinsam.Überall.“.

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