In Taizé Liebe und Freude spüren
13.05.2014

In Taizé Liebe und Freude spüren

Jugendliche aus Reckenberg auf Pilgerreise

61 Jugendliche aus dem Pastoralverbund Reckenberg, die sich auf ihre Firmung vorbereiten, und Schülern der Vinzenz-von-Paul-Schule haben jetzt eine unvergessliche Woche in Taizé verbracht. Strahlender Sonnenschein und 4000 Besucher aus der ganzen Welt machten die Tage für alle Teilnehmer zu einem ganz besonderen Erlebnis. Dabei stießen viele Jugendliche ganz neue Erfahrungen mit Kirche und Glauben. Fragte man in die Runde, so zeigten sich viele Jugendliche, die zum ersten Mal die ökumenische Gemeinschaft im Burgund besuchten, beeindruckt über die schlichte Schönheit der gemeinsamen Gebete. Ein besonderes Highlight neben den vielen kleinen Begegnungen war ein Treffen mit Bruder Andreas, der seit 19 Jahren zur Gemeinschaft von Taizé gehört. Auf seine Frage, was der Gruppe denn am besten in dieser Woche gefallen würde, antwortete ein Jugendlicher, dass man in Taizé ganz natürlich sein kann, weil alle so nett und offen zueinander sind. Als besonders bereichernd wurde auch die große Unterschiedlichkeit in der eigenen Gruppe wahrgenommen. So war der Umgang zwischen den Firmbewerbern und den Jugendlichen mit geistiger Behinderung der Vinzenz-von-Paul-Schule stets herzlich und für alle sehr bereichernd. Jakob Kamin, der bis letzte Jahr 19 Monate lang als Permanent (Freiwilliger) in Taizé gelebt hatte, gehörten zu den Begleitern der Fahrt und freute sich über die Tage in seiner zweiten Heimat. „Es war eine große Freude, einige Brüder wiederzutreffen und sich mit ihnen auszutauschen. Als besonders schönes Erlebnis empfinde ich die Treffen mit den jüngeren Brüdern, die zur selben Zeit wie ich als freiwillige Helfer in Taizé lebten, und die sich dafür entschieden haben, Christus auf diesem Weg des gemeinschaftlichen Lebens nachzufolgen.“ Jakob Kamin freute sich über das Miteinander in der Gruppe, besonders den guten Umgang mit den geistig behinderten Jugendlichen. „Oft laufen wir in unserer Gesellschaft Gefahr, den Wert eines Lebens nach den Leistungen und den Fähigkeiten eines Menschen zu messen. Doch was diese gehandicapten Menschen anderen durch ihre bloße Anwesenheit an geben können, ist kaum beschreibbar.“ Ein besonderes Ereignis für die Gruppe war die abendliche Lichterfeier am Samstag, als tausende Lichter entzündet wurden. Dabei schwebte über allem der Ostergruß, der in Taizé in guter Tradition die ganze Osterzeit lang wünscht. „Christus ist auferstanden. Er ist wahrhaft auferstanden.“ Trotz der großen Dankbarkeit über das Erlebte fiel der Abschied allen Teilnehmern der Gruppe sehr schwer. Lange werden sicherlich den Teilnehmern die neuen Lieder der Gemeinschaft im Ohr bleiben, eins hat die Gruppe die ganze Woche begleitet: „Jubelt und freut euch über den Herrn, er hat Großes an uns getan. Jubelt und freut euch, fürchtet euch nicht. Alleluja, alleluja.“