WJT-Freundschaft wird gelebt
11.12.2016

WJT-Freundschaft wird gelebt

Gegenbesuch von polnischer Gastfamilie in Unna

Von Anna Petri

Die Begeisterung für den Fußball verbindet Menschen aus der ganzen Welt. Für die deutschen Weltjugendtagsfahrer Janfelix Müller und Hannes Wichmann aus Unna war es genau diese gemeinsame Sportbegeisterung, die den entscheidenden Anlass zum Gegenbesuch ihrer polnischen Gasteltern bot. Im Juli dieses Jahres waren die beiden Gäste bei dem polnischen Ehepaar und merkten schnell, dass das gemeinsame Interesse für den Fußball ein verbindendes Element war.

„Wir haben – eigentlich mehr im Scherz – gesagt, dass wir ja mal gemeinsam ein Spiel von Borussia Dortmund besuchen können“, erzählt Janfelix Müller. „Dass wir es dann aber so schnell in die Tat umsetzen, damit haben wohl weder wir beiden als auch unsere polnischen Gasteltern gerechnet“, fügt er lächelnd hinzu. Die direkte Flugverbindung von Kattowitz nach Dortmund machte den Gegenbesuch schnell und problemlos möglich. Hannes Wichmann besorgte die Fußballkarten, und so wurden die Gasteltern ganz spontan zum Champions-League-Spiel von Borussia Dortmund gegen Legia Warschau eingeladen.

„Passenderweise ging es bei dem Spiel gegen eine polnische Mannschaft, aber zum Glück sind unsere Gasteltern keine Warschau-Fans“, erzählt Janfelix Müller grinsend und spielt auf das Ergebnis des Spiels an, das Borussia Dortmund mit einem legendären 8:4 für sich entscheiden konnte. Und so wurde es für alle Beteiligten ein gelungener Fußballabend mit jeder Menge Tore.

Ihre Gasteltern aus Polen hatten Janfelix Müller und Hannes Wichmann aus Unna jetzt zu Besuch.

Aber auch sonst erlebten die beiden jungen Männer den Besuch aus dem Nachbarland als ausgesprochen angenehm. „Der Umgang miteinander war einfach total herzlich und auch sehr entspannt“, berichtet Janfelix Müller. Als besonders positiv bewerten die beiden auch die sehr offenen Gespräche miteinander. „Unsere Gasteltern haben sich durchaus kritisch über die aktuelle politische Situation in Polen geäußert und gesagt, dass sie diese Entwicklung mit Sorge beobachten“, so Müller.

Auch über die Unterschiede in der Vorbereitung und Durchführung von Gottesdiensten diskutierte man miteinander. „Ich denke, unser gemeinsamer christlicher Glaube schafft einfach eine Basis im gegenseitigen Miteinander, wodurch sofort eine gewisse Nähe und Vertrauen zum anderen Menschen vorhanden ist“, sind sich Müller und Wichmann sicher. So hätten es auch die zahlreichen jugendlichen WJT-Fahrer in Polen in erlebt. „Der gemeinsame Glaube ist ein verbindendes Element, und das spüren besonders wir jungen Menschen ganz deutlich. Auf diese Weise fasst man schneller Vertrauen zu anderen Jugendlichen, als es beispielsweise bei einem ganz normalen Schüleraustausch der Fall ist“, glaubt Janfelix Müller. Und auf diese Weise entstehen auch Kontakte, die über einen längeren Zeitraum halten und in Zeiten von WhatsApp auch leichter zu halten sind. Deshalb war der Besuch der polnischen Gastfamilie für beide ein schönes Erlebnis, das noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Bevor es zurück nach Polen ging, besuchten alle gemeinsam noch den Dortmunder Weihnachtsmarkt, auf den die Gasteltern ganz besonders gespannt waren – gab es doch am Flughafen in Kattowitz bereits ganz viel Werbung für den „größten Weihnachtsbaum der Welt“, den man in Dortmund bestaunen konnte. Als Abschiedsgeschenk gab es passenderweise einen BVB-Schal als Erinnerung an die gemeinsame Zeit in Deutschland und daran, dass man auch in Zukunft auf jeden Fall in Kontakt bleiben will.

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