Zukunftsbild stärkt Jugendarbeit
26.10.2014

Zukunftsbild stärkt Jugendarbeit

Diözesanes Forum in Paderborn

Worshipmusik füllt den Paderborner Dom. Knallig buntes Licht strahlt die Säulen hoch und flutet das mächtige Kirchenschiff. Alle Sinne sind gefordert. Über 500 Menschen lassen sich von dem ergreifen, was das Erzbistum Paderborn und auch die katholische Jugendarbeit in den nächsten Jahren prägen wird: „Berufung. Aufbruch. Zukunft.“ Der Gottesdienst zum Abschluss des Diözesanen Forums am Samstag ist ein Hinweis darauf, wie die Kirche von Paderborn nicht nur ästhetisch in die Zukunft aufbrechen will. Geführt werden dabei alle Überlegungen von einem „Zukunftsbild“, das Erzbischof Hans-Josef Becker während der Veranstaltung in Paderborn mit seiner Unterschrift in Kraft setzt. Der stimmungsvolle Gottesdienst im Dom dient dabei der Sammlung, dem gemeinsamen Gebet und der Sendung der über 500 Verantwortlichen zurück in Gemeinden, Verbände, Gruppen und Einrichtungen.

Glaubensverkündigung neu denken

Stephan SchröderDas Zukunftsbild mit seinem bunten Kreuz als Erkennungssymbol wird in nächster Zeit also auch junge Menschen im Erzbistum begleiten, die sich in der Kirche engagieren. „Das Hauptanliegen ist es, die Glaubensverkündigung neu zu denken“, erklärt Diözesanjugendpfarrer Stephan Schröder. Da gehe es beispielsweise um die Aufgaben, alle Menschen mit Gottes Gegenwart und Gottes Liebe vertraut zu machen. Vertrauen und Verantwortung sowie kommunikative und partizipative Entscheidungsfindung sind weitere wichtige Schlagworte. „Das Zukunftsbild ermutigt uns, Experimente zu wagen und Vielfalt zu ermöglichen“, freut sich Stephan Schröder. „Da sind wir in der Jugendpastoral beispielsweise mit den in diesem Jahr gestarteten neuen Jugendkirchen und Initiativen auf einem guten Weg.“ Ziel müsse es sein, so Stephan Schröder, „wieder mehr junge Menschen für einen lebendigen Glauben zu begeistern, wie wir ihn beispielsweise beim Weltjugendtag erleben“.

Etwas Neues, Junges, Offenes

KJG-Diözesanleiterin Friederike StrugholtzEine der jungen Teilnehmer des Diözesanen Forums ist Friederike Strugholtz. Die 25-Jährige ist Diözesanleiterin der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) im Erzbistum. Sie ist begeistert von der guten Stimmung, die während des Tages an den Veranstaltungsorten Paderhalle und Dom breit macht. „Ich bin gespannt auf die Umsetzung und die Resultate – etwas Neues, Junges, Offenes“, sagt Friederike Strugholtz. In der KjG werde das Zukunftsbild natürlich zum Thema gemacht, der katholische Jugendverband wolle darauf „reagieren und anknüpfen“. Die Diözesanleiterin geht aber auch von einem längeren Informationsprozess aus: „Wir werden unsere Ortsgruppen informieren, manchen sind schließlich an den Veränderungsprozessen in Kirchengemeinden beteiligt, andere wird es vielleicht aber auch nicht betreffen.“ 

Menschen für die Kirche begeistern

zukunftsbild-domDer Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) als Dachverband der zehn Jugendverbände im Erzbistum freut sich über die nun eingeläuteten Veränderungen. „Wir haben einen klaren missionarischen Auftrag bekommen: Raus gehen, Menschen für die Kirche begeistern und nicht nur den katholischen Mainstream ansprechen“, erklärt Diözesanvorsitzender Sebastian Koppers. Auch die Förderung von Pluralität könne katholische Jugendarbeit mit ihrer großen Vielfalt als Stärkung erfahren.

Und weil das Zukunftsbild keine leichte Kost für junge Menschen in Sprache und Umfang ist, werden sich die Akteure in der katholischen Jugendarbeit in den nächsten Monaten intensiv mit den entsprechenden Wegen zur Kommunikation auseinandersetzen. Sebastian Koppers: „Wir werden direkt in der nächsten Sitzung des ‚Forums Katholischer Jugendarbeit’ sowie bei einem Fachtag und natürlich auf unserer Diözesanversammlung das Zukunftsbild besprechen."


Das Logo zum Zukunftsbild

Zukunftsbild-Logo

Das neue Zukunftsbild für das Erzbistum Paderborn wird durch ein Kreuz symbolisiert. Dieses Kreuz ist aus vielen bunten Flächen zusammengesetzt und hat in seinem Inneren ein denkbar schlichtes Gerüst: zwei sich im rechten Winkel überschneidende weiße Linien, mit anderen Worten: ein Kreuz in seiner elementarsten Form.

Mehr zum Zukunftsbild sowie Eindrücke vom Diözesanen Forum gibt es auf der neuen Homepage www.zukunftsbild-paderborn.de.

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