Vier Jungen der KLJB Nörde haben sich auf Schatzsuche begeben.
Vier Jungen der KLJB Nörde haben sich auf Schatzsuche begeben.
29.06.2020

Sommerferien 2020

Schatzsuche selbst gemacht

Josefa Reineke, Vorsitzende der KLJB Nörde, erzählt, wie ihr eine Schatzsuche gestalten könnt

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von Teresa Wagener

Als die online-Gruppenstunde nicht mehr so gut besucht wurde, suchte die KLJB Nörde eine neue Möglichkeit, Aktionen mit den notwendigen Hygienemaßnahmen zu starten. Es entstand die Idee einer Schatzsuche, die sich wunderbar entwickelt hat, wie Josefa Reineke, Vorsitzende der KLJB Nörde im Interview sagt.

»Wenn die Gruppe fertig war, haben sie uns ein Foto geschickt und sich ins Logbuch eingetragen, das auch in der Schatzkiste lag.«

Josefa Reineke
Vorsitzende KLJB Nörde

Josefa Reineke
Josefa Reineke

Wie habt ihr die Schatzsuche vorbereitet?

Josefa: Katrin und ich haben uns eine Geschichte als Aufhänger ausgedacht. In unserer Story ging es um eine Fee die ihren Schatz verloren hat. Anschließend haben wir uns eine Route überlegt. Diese war bei uns circa 3 Kilometer lang und wir legten einen Zielpunkt fest. Insgesamt schrieben wir 20 Hinweise, laminierten diese ein und befestigten diese versteckt auf der Route. Die Strecke ging durch unser Dorf Nörde und durch den Wald. Auf den Hinweisen stand nicht immer direkt, in welche Richtung es weiter geht, sondern kleine Rätsel und Aufgaben – Tore schießen oder Wörter reimen zum Beispiel. Am Zielpunkt angekommen fanden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer natürlich den Schatz der Fee. Das war bei uns eine Kiste mit Süßigkeiten, ein paar Stiften und Radiergummis.

Diese Jugendlichen der KLJB Nörde haben den Schatz gefunden.
Diese Jugendlichen der KLJB Nörde haben den Schatz gefunden.
Auf dem Weg zum Schatz ging es auch durch den Wald.
Diese Kinder der KLJB Nörde haben den Schatz entdeckt.

Auch als Nachtwanderung möglich

Wie lief dann die Schatzsuche genau ab?

Josefa: Die Schatzsuche konnte von freitags bis sonntags bei uns in Nörde gespielt werden. Dazu konnte sich alle Kinder und Jugendlichen bei mir den ersten Hinweis und eine selbstgemachte Schatzkarte abholen oder wir haben beides als Foto verschickt. Somit konnten alle selbstständig starten, wann sie wollten.
Wichtig war natürlich, dass alle die Hinweise da lassen wo sie sind, denn sonst funktioniert das Spiel für den Nächsten nicht mehr. Das hat bei uns super geklappt. Wenn die Gruppe fertig war, haben sie uns ein Foto geschickt und sich ins Logbuch eingetragen, das auch in der Schatzkiste lag. Insgesamt haben 25 Kinder und Jugendliche bei unserer Aktion mitgemacht. Teilweise haben Eltern ihre Kinder bei der Schatzsuche begleitet.
Die einzelnen Gruppen waren nie größer als vier Personen, obwohl sich zu der Zeit schon wieder Gruppen mit zehn Personen treffen durften. Die Schatzsuche kann auch mit einzelnen, zu zweit und auf jeden Fall mit Abstand gespielt werden. Bei uns haben einige Jugendliche die Schatzsuche als Nachtwanderung gespielt, so macht es das Ganze für Ältere interessanter.

Würdest du anderen Jugendleiterinnen und Jugendleitern eure Aktion empfehlen und hast du noch Tipps für die Umsetzung?

Auf jeden Fall. Die Schatzsuche hat uns in der Vorbereitung viel Spaß gemacht und wir haben durchweg positives Feedback bekommen. Wichtig ist, den Schwierigkeitsgrad nicht aus dem Auge zu verlieren. Für uns wirkten die Verstecke beispielsweise relativ leicht – aber wenn eine Gruppe mal nicht weiterkam standen wir im Kontakt und konnten weitere Tipps geben. Wichtig ist auch, dass man die Route gut kennt und vorher einen Plan macht, an welchen Stellen die Hinweise gesetzt werden, damit die Abstände zwischen den einzelnen Punkten ungefähr gleich sind. An vielen Stellen kann man auch die Umgebung mit in die Rätsel mit einbauen. Gut ist es, wenn man beim Verstecken Kreide dabei hat. Dann kann man gegebenenfalls noch Pfeile oder Hinweise auf die Straße malen.

Super Idee. Vielen Dank für das Interview, Josefa.

Schatzsuche – so wird’s gemacht
1) Story überlegen und einen Schatz vorbereiten.
2) Route überlegen mit Start, Zwischenstopps und dem Ziel.
Achtung! Hier nicht den Schwierigkeitsgrad der Strecke und der Verstecke aus dem Auge verlieren.
3) Die Hinweise nach dem vorbereiteten Plan platzieren und den Schatz verstecken (Tipp: Kreide mitnehmen!).
4) Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer informieren: Ab wann darf gespielt werden? Wo gibt es den ersten Hinweis? Welche Regeln hat die Schatzsuche?
5) Im Kontakt bleiben: Gibt es Probleme? Braucht jemand Tipps?

Viel Spaß beim Ausprobieren!

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