In Jugendverbänden Glauben leben und erleben
17.06.2012

In Jugendverbänden Glauben leben und erleben

BDKJ-Diözesanversammlung tagte am Wochenende in Hardehausen

Pastorale Veränderungen und politische Entwicklungen auf Landes- und Bundesebene standen im Mittelpunkt der Diözesanversammlung des Bundes der Deutschen Katholischen (BDKJ) im Erzbistum Paderborn. Das höchste beschlussfassende Gremium der Jugendverbandsarbeit im Erzbistum Paderborn tagte am Wochenende im Jugendhaus Hardehausen. Dabei entwickelten die rund 50 Jugendlichen und jungen Erwachsenen Visionen für die weitere Arbeit im BDKJ. „Wir müssen immer wieder deutlich machen, dass Kinder und Jugendliche bei den derzeitigen Veränderungsprozessen nicht vergessen werden dürfen“, mahnte BDKJ-Diözesanvorsitzende Kathrin Jäger.Intensiv haben die Delegierten über das Thema „BDKJ als Teil der Kirche“ debattiert, ein Schwerpunkt bildete die Geistliche Verbandsleitung. „Für Kinder und Jugendliche sind unsere Jugendverbände Orte, an denen sie christlichen Glauben leben und erleben können“, betonte Diözesanseelsorger Thomas Bensmann. Die geringer werdenden Priesterzahlen würden neben der Diözesanebene also auch Ortsgruppen und die mittlere Ebene vor neue Herausforderungen stellen. Die Jugendverbände bieten so seit einigen Jahren verschiedene Möglichkeiten, junge Katholiken für die Geistliche Verbandsleitung zu qualifizieren. „Damit dies gelingt, braucht es Menschen, die dafür Raum schaffen und junge Menschen auf ihrem Lebens- und Glaubensweg begleiten“, so Bensmann. Der Glauben müsse glaubwürdig gelebt und in zeitgemäßer Weise vermittelt werden.

Derweil fordern die katholischen Jugendverbände bei allen Überlegungen im Rahmen der Perspektive 2014, dem pastoralen Arbeitsprogramm der Erzbistums, die Jugendarbeit und Jugendpastoral nicht aus dem Blick zu verlieren. „Kinder und Jugendliche sind die Zukunft, wenn es um das Weiterleben des Glaubens in unserem Erzbistum geht“, erklärte Kathrin Jäger. Jugendverbände seien für junge Christen Pastorale Orte und Gelegenheiten. „Sie tragen Sorge dafür, Gottes Garten zum Blühen zu bringen."

Die Vertreter der Katholischen Jugendarbeit beschäftigten sich während ihrer Versammlung ebenso intensiv mit der politischen Landschaft. „Politikerinnen und Politiker müssen durch die Brille der jungen Generationen ihre Vorhaben betrachten - und zwar bevor Entscheidungen getroffen werden“, so die Diözesanvorsitzende Kathrin Jäger. Dauerbrenner ist für die Jugendverbände dabei das Thema „Kinder schützen“. Forderungen von einigen Politikern nach Führungszeugnissen für Ehrenamtliche seinen nutzlos. Es müsse der Blick nach vorn gerichtet werden: „Wir wollen Prävention statt Führungszeugnisse, denn diese bieten nur eine Scheinsicherheit“, so Kathrin Jäger. Tausende Ehrenamtliche würden unter Generalverdacht gestellt und zivilgesellschaftliche Gestaltungskraft behindert.

Mit Vorfreude blickten die Delegierten auf die anstehende 72-Stunden-Aktion des BDKJ unter dem Titel „Uns schickt der Himmel“. Diese läuft vom 13. bis 16. Juni 2013 erstmals bundesweit. Mitmachen können nicht nur katholische Jugendverbände. „Auch Schulen, Sportvereine, Chöre und Jugendgruppen und Initiativen können mit uns die Welt ein bisschen besser machen“, so Diözesanseelsorger Thomas Bensmann. Bei der vergangenen 72-Stunden-Aktion des BDKJ hatten im Jahr 2009 allein im Erzbistum Paderborn 10.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mehr als 290 soziale Projekte realisiert.

Als höchstes Beschluss fassendes Gremium der katholischen Jugendverbandsarbeit im Erzbistum Paderborn tagt die BDKJ-Diözesanversammlung zweimal jährlich und trifft dabei grundlegende Entscheidungen für die Interessenvertretung von Kindern und Jugendlichen in Politik, Kirche und Gesellschaft. Die Delegierte der BDKJ-Mitglieds und Regionalverbände aus dem gesamten Erzbistum vertreten dabei circa 70 000 Mitglieder in den zehn katholischen Jugendverbänden.

Weitere Informationen zum BDKJ-Diözesanverband Paderborn erhalten Sie unter www.bdkj-paderborn.de

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