Die KjG Diözesankonferenz beschloss den Aufruf zur Bundestagswahl und die Unvereinbarkeit der KjG-Werte mit einer Wahl der AfD
Die KjG Diözesankonferenz beschloss den Aufruf zur Bundestagswahl und die Unvereinbarkeit der KjG-Werte mit einer Wahl der AfD
25.09.2021

News

Wir wählen! Nicht die AfD!

KjG-Diözesanverband ruft zur Teilnahme an der Bundestagswahl auf und spricht sich gegen die Wahl rechtspopulistischer Parteien wie die AfD aus

Die Katholische junge Gemeinde (KjG) steht für Werte und Grundlagen, die bestimmte Wahlentscheidungen ausschließen. Allen voran schließen das Selbstverständnis des christlichen Menschenbildes und die Grundlagen und Ziele der KjG aus, Parteien mit rechtsradikalen oder rechtspopulistischen Tendenzen zu wählen.

Im Rahmen der KjG-Diözesankonferenz 2021 hat der KjG-Diözesanverband Paderborn ein klares Zeichen gegen Rechtsextremismus gesetzt: „Wir wählen! Nicht die AfD!“ Der Diözesanverband spricht sich entschieden für die Ablehnung rechtsextremer und rechtspopulistischer Parteien aus und fordert eine kritische Auseinandersetzung mit den Wahlprogrammen von Parteien.

Wahlzettel Bundestagswahl

Die KjG betont, dass der Einsatz für gerechte Lebensbedingungen selbstverständlich ist. Diskriminierung und Intoleranz jeglicher Art haben im Jugendverband keinen Platz, was in dem Beschluss der Diözesankonferenz „Wir wählen! Nicht die AFD!“ deutlich Ausdruck findet. Meinungsfreiheit und das Recht auf freie Meinungsäußerung sind Werte, die in der KjG eine hohe Bedeutsamkeit haben, sodass widersprechende Handlungen, die die demokratischen Grundrechte und Gleichberechtigung aller Menschen verletzen oder beeinträchtigen, entschieden abgelehnt werden.

 Rechtsextreme Positionen und menschenverachtende Haltungen in unserer Gesellschaft sind, so beobachtet der Jugendverband, nach wie vor präsent sind und sich immer wieder durch rassistische Gewalttaten zeigen. Die KjG nimmt wahr, dass sich die Aggressivität und die Selbstverständlichkeit, mit der rechtsextreme und rechtspopulistische Positionen öffentlich geäußert und verbreitet werden, in den letzten Jahren zugenommen haben. Der öffentliche Diskurs verschiebe sich dadurch in Teilen. 

 Mit extremen Positionen und ihrer populistischen Art, Politik zu machen, trage die rechtspopulistische Partei ‚Alternative für Deutschland‘ (AfD) zu dieser Verschiebung bei. Sie zeige durch ihr Auftreten im Bundestag, dass es ihr nicht um konstruktive Lösungen geht. Die AfD biete Rechtsextremen und Leugnenden des Klimawandels eine Bühne, um Hass und Intoleranz zu verbreiten. Sie lebe eine Haltung und Weltanschauung, der sich die ca. 3000 Mitglieder des KjG-Diözesanverbandes Paderborn entschieden entgegenstellen wollen.

David Jetter

»Für uns als KjGler und KjGlerinnen ist die AfD keine wählbare Alternative! 

Die Strategie, Menschenrechte zu missachten und bestimmte Menschengruppen herabzuwürdigen, verurteilen wir.«

David Jetter
Diözesanleiter der KjG Paderborn

Die KjG betont, dass der Einsatz für gerechte Lebensbedingungen selbstverständlich ist. Diskriminierung und Intoleranz jeglicher Art haben im Jugendverband keinen Platz, was in dem Beschluss der Diözesankonferenz „Wir wählen! Nicht die AFD!“ deutlich

Aus dem Selbstverständnis als Jugendverband stellt sich die KjG gegen rechtsextreme Positionen und versteht den Kampf gegen Rechts und den Einsatz für eine vielfältige Gesellschaft als ihre demokratische Pflicht. Eine passive Haltung gegenüber der AfD widerspreche dem. Die KjG im Diözesanverband Paderborn tut hiermit öffentlich ihre Distanzierung von rechtsextremen und rechtspopulistischen Parteien kund und ruft zu einer reflektierten Teilnahme an der Bundestagswahl 2021 auf. KjG-Diözesanleiter David Jetter macht daher deutlich: „Für uns als KjGler und KjGlerinnen ist die AfD keine wählbare Alternative! Die Strategie, Menschenrechte zu missachten und bestimmte Menschengruppen herabzuwürdigen, verurteilen wir. Insbesondere für junge Menschen trägt dies dazu bei, dass sie weder als Individuen noch als Entscheidungsträger*innen ernst genommen werden.“

Besonders, weil junge Menschen immer noch vom Wahlrecht ausgeschlossen sind, ist es umso wichtiger, dass Wahlberechtigte von ihrem Privileg Gebrauch machen, Rechtsextremismus in unserer Gesellschaft keinen Platz zu ermöglichen. Mit dieser Grundhaltung und Forderung schließt sich die Diözesankonferenz dem Beschluss KjG-Bundeskonferenz 2021 an und macht somit deutlich, dass die KjG sich auch überregional für Werte und Demokratie einsetzt.

„Für uns als KjG ist klar: Wir wählen! Jedoch nicht die AfD!“


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