Mit Petrus Segen 72-Stunden-Aktion gestartet
13.06.2013

Mit Petrus Segen 72-Stunden-Aktion gestartet

17.07 Uhr. Startschuss. Und der Petrus meint es zu gut: Der göttliche Segen fällt in Strömen vom Himmel. Der Regen hält die Jugendlichen aber nicht ab, mit Vorfreude auf die nächsten 72 Stunden zu blicken. Im Erzbistum Paderborn ist heute die Sozialaktion des BDKJ gestartet. Im Bielefelder Koordinierungskreis (KO-Kreis) eröffnet der Bielefelder Studentenseelsorger Lars Hofnagel die Aktion mit einer Segensfeier in St. Joseph Bielefeld.

Erwartungsvolle Gesichter, letzte Anrufe bei der startbereiten Gruppe, sorgenvolle Blicke nach draußen - die Vertreter dreier Aktionsgruppen halten bis zum Gottesdienst kaum still in der Kirche. Bis Lars Hofnagel die Jugendlichen bat: „Schaut euch eure Hände an.“ Denn darum geht es in den nächsten Tagen: Ihren Glauben durch die Hände gehen lassen. Ob im Seniorenheim oder in der Jugendhilfe, sie nehmen dabei viel Arbeit in die Hand. Mit der linken Hand auf der Schulter des Nachbarn und die rechte zu einer Schale geöffnet empfangen sie den Segen - um ihn auch mit in die Projekte zu tragen. Stille breitet sich aus, die Jugendlichen genießen die letzten ruhigen Momente. Anstrengend wird es wohl werden, weiß auch Fabian Lewandowski (14). Die 72-Stunden-Aktion? „Eine gute Sache“, findet er. Er freut sich auf die Begegnungen mit den Senioren. Drei Messdienergruppen aus Heilig Kreuz, Maria Königin und Sankt Joseph verbringen im Seniorenstift St. Joseph die Zeit, singen und spielen mit den Bewohnern. Zwischen den großen Messdienern laufen Franziska (2) und Emilia (4) durch die Menge. Sie sind eine wahre Motivationshilfe. Jonahs Mama findet: „Die Jugendlichen können nicht früh genug anfangen, sich zu engagieren“. Sie unterstützt die Gruppe, wo sie nur kann. Veronika Wardowski (15) freut sich auf die 72 Stunden: „Die Nacht verbringen wir der Kirche“, weiß sie.

Claudia Bier, Jessica Pade und Anne Dröschel von der den DPSG-Pfadfindern Liebfrauen Bielefeld können es nach dem Gottesdienst kaum erwarten, in ihre Gruppe zurückzufahren und greifen dort, trotz Regen, gleich zu Sparten und Harke. Schließlich gibt es im Garten der Jugendhilfe Bielefeld-Mitte, einem Kinder- und Jugendwohnheim, viel zu tun. Gemeinsam mit den Bewohnern soll in der kurzen Zeit auch ein Werkraum entstehen. „Das Unmögliche möglich machen“, das wünschen sich die drei. Mit dreißig Jugendlichen packen sie dort an. „Wir sind ja Pfadfinder“, sagt Anne Dröschel schmunzelnd - das schaffen sie mit links.

Landtagsabgeordneter Günter Gabrecht (SPD) ist am Donnerstagabend einer der Ersten der hoffentlich 72 Abgeordneten: der BDKJ hat schließlich dagegen gewettet, dass so viele Politiker einer Aktionsgruppe Besuch abstatten werden. Gabrecht lässt es sich als „ehemaliger BDKJler“ dann auch nicht nehmen, durch die U28 Brille zu schauen und den Jugendlichen aufmunternde Worte zum Start mitzugeben.

Durcheinander gewürfelt lagen vor der Messe noch die Starter-Kits am Altar - die gab es mit in die Gruppen, in der Hoffnung am Ende der 72-Stunden-Aktion Bauten zu sehen. „Ganz schön schwer, das Paket“, Elena Werner (19) aus KJG St. Michael Ummeln. Sie und die Messdiener aus St. Bartholomäus gestalten den Garten im AWO-Seniorenzentrum um. Jens Remmert, Michel Focke und Jessica Wala werfen schon mal einen Blick in ihr Paket. Zwischen Armbändern und Kugelschreibern entdecken sie Flüstertüten aus Papier. „Toll, damit machen wir gleich Werbung in der Stadt.“ Vorher gab es zur Stärkung aber noch eine Sahnetorte - mit 72-Stunden-Logo. Dann schwärmen alle in ihre Projekte aus.

Mit einem Gottesdienst in St. Joseph in Bielefeld startet die 72-Stunden-Aktion im Norden des Erzbistums.
Die Pfadfinder fiebern dem Start der Aktion entgegen.
Landtagsabgeordneter Günter Gabrecht wünscht den Jugendlichen viel Erfolg - mit Blick durch die U28-Brille.

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