13.05.2018

Das war der Katholikentag 2018

Meine Highlights zusammengefasst in einem Stimmungsbild.

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von Miriam Pawlak

Zusammen mit meiner Kollegin Natalie war ich für euch unterwegs auf dem Katholikentag und habe Impressionen gesammelt, was euch besonders bewegt hat zwischen Himmel und Erde. Hier ist mein Eindruck.

YOUPAX-Autorinnen Miriam und Natalie gingen als Friedensbotinnen durch die Münsteraner Innenstadt.
YOUPAX-Autorinnen Miriam und Natalie gingen als Friedensbotinnen durch die Münsteraner Innenstadt.

Der 101. Katholikentag war ein Volltreffer: Neben vielen Aktionen, kreativen Mitmach-Angeboten, Werkstätten, Diskussionsrunden, Podien und Informationsständen haben katholische Laien aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz ein abwechslungsreiches Programm gestaltet. An vielen Ständen gab es nette Giveaways wie Kugelschreiber, Luftballons, Popcorn, Jojos, Anstecker, Bibelworte für den Tag oder Rosenkränze.

Unter dem Motto "Suche Frieden"  und ausgestattet mit türkisfarbenen Halsbändchen, Schals und Jutebeuteln hatten die Besucher das Gefühl, Teil eines großen Ganzen zu sein: Teil der Gemeinschaft der gläubigen Katholiken. Dieses einende Band des Glaubens ist es wiederum, das uns das Gefühl von Heimat gibt, sodass wir uns auch in einer unbekannten Stadt nicht fremd vorkommen. 

Die Mischung aus dokumentierenden, produktiven, kulturellen und gottesdienstlichen Angeboten zeugt von Pluralität, die unsere Kirche auszeichnet.

Ein riesiges Thema waren die spirituellen Angebote. Selbst wenn Spiritualität im Alltag offenbar nicht (mehr) so häufig gelebt wird, dann bot der Katholikentag um so mehr eine Oase zum Auftanken in verschiedenen liturgischen Feiern. Auch ich habe die Klänge von Sacra-Pop und Rock-Streichern genossen, um neue Dimensionen von Gottesdiensten kennenzulernen. So konnte ich gleichzeitig ausprobieren, wie es ist, sich einer völlig anderen Musikrichtung zu öffnen und dabei umrahmt zu werden von dem Menschen, die diese Musik schon längst feiern! Ich kann euch versichern: das macht Laune und stiftet Gemeinschaft!

Liturgische Feier beim Katholikentag
Die Innenbeleuchtung während des Jugendgottesdienstes veränderte sich.
Anbetung in der Hl.Kreuz Kirche in Münster
Die beiden Mädels genießen die Sonne auf der Wiese vor dem Schlossplatz.
Bei den Klassen auf der Kirchenmeile habt ihr kleine Kreuze selbst gestaltet.
Der Katholikentag war ein Gewinn.
Der YOUCAT-Stand auf der Kirchenmeile.

Jugendgottesdienst & Nightfever

In der Münsteraner Jugendkirche "effata(!)" fand am Samtagabend ein gut besuchter Gottesdienst zum Thema "Eskalation und Sanftmut" statt.
Das griechische Wort effata meint zu deutsch "öffne dich", und spricht genau die Einladung an, die Gott uns Menschen macht. Ich habe mich davon leiten lassen und bin seinem Ruf gefolgt, um die Spannung zwischen Eskalation und Sanftmut auszuhalten. 

Parallel dazu haben viele Besucher den Samstagabend genutzt, um an Nightfever teilzunehmen. Auch ich war dabei - und war verblüfft: Die Engelsstimmen, die die eucharistische Anbetung musikalisch untermalten, haben dazu beigetragen, dass ich mich von meinen Gedanken ganz frei machen konnte. Die Kirche war ziemlich voll und leichter Duft von Weihrauch stieg empor. Wie bei allen Nightfever-Abenden war in der Mitte des Altares das Allerheiligste ausgesetzt. Ich saß weit vorne und hatte dadurch das Gefühl, Jesus ins Gesicht zu schauen und mich von ihm anleuchten zu lassen. Nach einer Weile habe ich die Gebetshaltung verlassen und mich umgeschaut: Die meisten Menschen kamen von draußen direkt nach vorne und zündeten eine Kerze an. Andere haben einen Spruch gezogen oder Fürbitten für sich und andere verfasst. Das fand ich sehr schön, weil ich in den Gesichtszügen der Menschen Zufriedenheit erkennen konnte. Ich spürte, dass sie sich von Gottes Weisheit verstanden und getragen wussten. So habe ich mich mit hineinnehmen lassen in eine segensreiche Nacht.

Pause

Tagsüber war ich gerne zu Fuß unterwegs. Bei der Fülle des Programms wählte ich immer gerade das aus, wonach mir war. Dank des grandiosen Wetters am Wochenende, hielt die gute Laune an und die meisten Aktivitäten und Events konnten wie geplant unter freiem Himmel stattfinden. 

Entlang des Wegen sprach ich mit Clara (17) und Amelie (16). Bevor es für sie zur Generalprobe für eines der zahlreichen Open Air Events ging, verbrachten die beiden eine idyllische Pause im Grünen - ganz nach dem Motto: Wer Frieden will, muss auch mal chillen.

Viele andere, die auf der Kirchenmeile umherwanderten, konnten ihre Muße und Kreativität ausgerechnet im Trubel unter Beweis stellen: Am Stand der Klarissen gab es die Möglichkeit, kleine Holzkreuze selbst herzustellen. Im Wissen darum, mit welcher Sorgfalt und Spitzfingrigkeit,  die Besucher sie hergestellt haben, hat mich ihr Lächeln schließlich überzeugt: Handwerksarbeit kann auch mal für inneren Frieden sorgen. 

Gewinnspiel

Als sei der Besuch des Katholikentags an sich nicht schon längst ein Gewinn gewesen, gab es  außerdem noch die Möglichkeit an verschiedenen Gewinnspielen teilzunehmen. Ich selbst habe den Versuch, eine aktuelle Version der Youcat-Bibel zu gewinnen, in Angriff genommen. Dafür musste ich nur mal eben mein Bibelwissen in vier Quizfragen unter Beweis stellen. Währenddessen hat Steffi von der Youcat-Foundation mir mit Hilfe des Docat (die Soziallehre der Kirche) erklärt, was Frieden für sie bedeutet:

»Frieden finden wir in Gott, wenn wir ihn suchen. Als Christen haben wir den Auftrag, den Frieden Gottes weiterzugeben, der uns geschenkt wird.«

Mein Fazit: Ich hatte großen Spaß, als YOUPAX-Teammitglied mit und für euch auf dem Katholikentag! Neben der Arbeit habe ich auch für mich selbst schöne Momente erlebt, Freunde (wieder) getroffen, fremden Menschen die Hand geschüttelt, interessante Informationen gesammelt und konnte mir dabei aus mehreren Perspektiven ein ganz neues Bild vom Frieden malen. 

Wenn wir Christinnen und Christen es schaffen, fünf Tage lang geschwisterlich miteinander umzugehen, ökumenisch zu handeln und interreligiös zu kommunizieren, wieso können wir das dann nicht auch längerfristig so halten? Ich habe gelernt, dass es wichtig ist, mutig zu sein und für den Frieden einzustehen - auch wenn das bedeutet waffenlos gegen den Strom zu gehen. Das betrifft nicht nur uns Katholiken, sondern das ist ein Ruf, der an die gesamte Menschheit geht. Daher wünsche mir wirklich von Herzen, dass die Zukunft eine friedvollere wird und das wir uns unserer Verantwortung bewusster werden. Als Geschöpfe Gottes sind wir frei. In dieser Freiheit liegt es an uns wie wir mit den Geschenken Gotte umgehen, von denen wir Menschen das teuerste sind. Ein erster Schritt dahin beinhaltet auch immer ein Wagnis.  

Die Tage vom 9. bis zum 13. Mai waren so ein erster Schritt.  Durch sie haben Menschen Glaubensorte gestiftet, so wurden daraus Friedenstage. Das hat mir gezeigt: Glaube ist unser Lifestyle. Und euer auch.

 Frieden. Pax. YOUPAX.

Suche Frieden und jage ihm nach! Katholikentag 2018 in Münster
Suche Frieden und jage ihm nach! Katholikentag 2018 in Münster

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