Ein Leben für Gott und die Musik
13.01.2017

Ein Leben für Gott und die Musik

Stefanie Beyer möchten ihren Glauben singend in die Welt tragen

Von Laura Konieczny


Stefanie Beyer lebt für die Musik. Hauptberuflich ist die 26-Jährige Schulsozialarbeiterin in Dortmund. In ihrer Freizeit leitet sie einen Kinderchor, spielt in mehreren Bands und hat das Worship-Café in Castrop-Rauxel ins Leben gerufen. Mit JUPA hat sie über ihre Leidenschaft gesprochen.

„Musik war immer ein Teil meines Lebens“, sagt Stefanie. Bereits während der Grundschulzeit singt sie in einem Kinderchor und spielt in Kindermusicals mit. Als Jugendliche betreut sie das Kindermusical „Mose“ in ihrer Heimatkirchengemeinde musikalisch und pädagogisch mit. 2007, mit 17, spielt sie zum ersten Mal mit der Gemeindeband auf Pfarrfesten und gestaltet Jugendgottesdienste musikalisch mit. Bald kommen die ersten Anfragen von Hochzeitspaaren. 2009 spielt sie mit der Band „Hi Five“ beim Parkfest in Waltrop. „Wir haben auf der großen Bühne nach dem Hauptact vor mehreren hundert Menschen gespielt“, erinnert sie sich. „Da wusste ich, dass ich regelmäßig Musik für viele Leute machen möchte“. 

Sie nimmt Gesangsunterricht und singt in verschiedenen Bands. Stefanies Wunsch, mit ihrer Musik möglichst viele Menschen zu erreichen, erfüllt sich im vergangenen Jahr. Sie ist die Stimme hinter dem Song zur dritten Nordwestdeutschen Ministrantenwallfahrt 2016 nach Paderborn. „Ich glaub an dich“ ist ein echter Ohrwurm. „Ich durfte das Lied im Studio aufnehmen und wir haben ein Musikvideo dazu gedreht“, erinnert sie sich. Allein das sei ganz schön aufregend gewesen. Das Gefühl, den Song schließlich im Festgottesdienst und auf einer großen Bühne mit Videowand vor knapp 10.000 Leuten zu singen, sei unbeschreiblich gewesen. Denn: „Die Musik macht mir nicht nur Spaß, sondern hat für mich auch einen Sinn: meinen Glauben in die Welt zu tragen.“

Zusammen mit ihrem Freund Dennis Jakubowski, 37, am Keyboard spielt sie während der vergangenen Jahre und bis heute auf Hochzeiten, in Gottesdiensten und als Gastmusikerin in verschiedenen Worship-Cafés, besonderen Musikgottesdiensten. Nach einem Auftritt im Worship-Café Arnsberg entsteht die Idee, das Konzept auch in ihrer Heimatstadt Castrop-Rauxel umzusetzen. Alle zwei Monate laden die Band „Everlasting“ und ein Team weiterer Organisatoren seit Mitte 2016 zum gemeinsamen Singen und Beten zum Worship-Café Henrichenburg ein. „Die Band und das Café-Team sind für mich wie eine Familie“, sagt Stefanie. Sie würden alle in die gleiche Richtung blicken. Dafür stehe auch der Name der Band: Everlasting, immerwährend, sei auch ihre Liebe zu Gott.

„Wir laden jedes Mal Gastmusiker ein“, berichtet Stefanie. So gebe es bei jedem Café ein neues Zusammenspiel, neue Impulse. Was ist ein Worship-Café überhaupt? „Es ist das, was du daraus machst“, sagt sie. „Für mich persönlich ist das Café eine Zeit, um aufzuatmen, eine Pause, um herunterzukommen vom Alltag und um Kraft zu tanken.“ Der Ablauf der Musikgottesdienste sei immer ähnlich: Es gibt jeweils zwei Blöcke mit acht Liedern und einem geistlichen Impuls des Pfarrers. In einer Pause zwischen den Blöcken ist bei selbst gemachten Snacks und Getränken Zeit für Begegnungen und Gespräche miteinander. Wenn Stefanie vom Worship-Café berichtet, leuchten ihre Augen. „Wir machen das mit Herzblut“, sagt sie.

Im Worship-Café dreht sich alles um Lobpreis und Musik. Bild: Mandana Thissen


Ihr Herzensprojekt Nummer 2 ist der Kinderchor „Die Notenköpfe“. Mit Kindern aus der Großpfarrei Corpus Christi Castrop-Rauxel übt sie seit Mai 2015 alle 14 Tage singen. „Arbeit mit Kindern war schon immer mein Thema. Da dachte ich irgendwann: Warum sollte ich das nicht mit der Musik verknüpfen?“, erinnert sie sich. Obwohl die „Notenköpfe“ im Pfarrheim der Herz-Jesu-Gemeinde proben, ist in Steffis Kinderchor jeder willkommen. Der Chor trete sowohl in katholischen als auch evangelischen Gottesdiensten auf, denn: „Am Ende geht es immer um den einen Gott.“

TERMINE
Das Worship-Café Henrichenburg findet das nächste Mal am 11. Februar, 29. April und 10. Juni, jeweils ab 18 Uhr (Einlass ab 17.30 Uhr), in der Erlöserkirche, Freiheitsstraße 18, 44581 Castrop-Rauxel, statt. Der Eintritt ist frei.

Die Notenköpfe proben alle 14 Tage donnerstags, von 17 bis 18 Uhr, im Hildegardisheim, Clemensstr. 60, 44579 Castrop-Rauxel. Die nächsten Proben finden statt am 26. Januar, 9. und 23. Februar. Am 15. Januar und am 5. März, um 10 Uhr, singen die „Notenköpfe“ im Sonntagsgottesdienst der Herz Jesu-Gemeinde, Schulstraße 10, 44579 Castrop-Rauxel.

Vorschaubild: David Plempe

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